„Lifting“ für S-Bahnhof Kornweg

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Die CDU-Politikerin Martina Lütjens am S-Bahnhof Kornweg, der nun barrierefrei wird Foto: sos

Barrierefreier Umbau und Sanierung beschlossen

Klein Borstel Bequem mit dem Fahrstuhl zum Gleis? Das war lange Zeit traurige Zukunftsmusik am S-Bahnhof Kornweg. Für rund 3.600 Fahrgäste, die laut Deutsche Bahn (DB) hier täglich ein- und umsteigen, führt der Weg zum Gleis nur über eine lange Treppe. Ein großer Nachteil für mobilitätseingeschränkte Menschen wie Rollstuhlfahrer, Senioren oder Mütter mit Kinderwagen. Immerhin ist die Station auch eine wichtige Verbindung zum nahegelegenen Friedhof und zum Altenheim an der Wellingsbütteler Landstraße. Doch nun gibt es konkrete Pläne zum barrierefreien Umbau: Bis 2019 soll der Bahnhof bequem mit einem Fahrstuhl erreicht werden. Der Baustart ist für Frühjahr 2017 geplant. „Ich freue mich sehr, dass nun endlich eine konkrete Planung vorliegt“, sagte Martina Lütjens. Die CDU-Bezirksabgeordnete aus Klein Borstel hatte in den vergangenen Jahren mehrfach auf die Dringlichkeit des barrierefreien Umbaus hingewiesen. In der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschuss im Bezirk Nord stellte Knut Marscholek-Uecker, Projektleiter der DB Station & Service AG im Regionalbereich Nord, das Projekt vor. Es gehört zum großflächig angelegten „Programm zur Steigerung der Haltestellenattraktivität“ (PSH) in Hamburg.

Bahnsteig wie neu


„Wir werden durch die relative Enge der Station nur mit kleinen Maschinen und per Hand arbeiten können“, begründete Marscholek-Uecker die Bauzeit von zwei Jahren. Zudem umfasse der barrierefreie Ausbau nicht nur die Errichtung eines 2,10 x 1,10 Meter breiten Fahrstuhls, sondern auch eine Erneuerung des Bahnsteigs inklusive Bahnsteigkanten und Belag sowie die Renovierung der Fassade.

Bilder kommen wieder


Der Zugang zum Gleis über die Treppen werde den Fahrgästen während der gesamten Bauzeit erhalten bleiben: „Die Station bleibt durchgängig nutzbar“, so Marscholek-Uecker. Geachtet werde ebenso auf die Erhaltung der Bilder im Durchgangsbereich. Der Heimatverein Klein Borstel hatte den Bahnhof erst im vergangenen Sommer mit einem Foto des Gebäudes aus dem Jahr 1952 und dem eigenen Wappen verschönert. Die Bilder werden abmontiert, nach den Baumaßnahmen aber wieder aufgehängt. Komplett weichen jedoch wird der UMTS-Sendemast auf dem Dach. „Von der Deutschen Bahn wird es keinen Ersatz für diesen Funkmast geben“, kündigte Bahn-Mitarbeiter Marscholek-Uecker bei der Präsentation an. (sos)
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