Lösung mit Augenzwinkern

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In einer langen Gasse stehen die Wochenmarkt-Händler während der Bauzeit auf dem Ratsmühlendamm Foto: now

Ratsmühlendamm: Stellplätze an Markttagen offiziell versperrt. Doch Händler und Anwohner haben sich verständigt

Von Stefanie Nowatzky
Fuhlsbüttel
In einer langen Reihe stehen die Marktbuden auf dem Ratsmühlendamm, dazwischen eilen Fuhlsbüttler mit Körben und Taschen von Stand zu Stand. Für viele ist der auf die Straße verlegte „Baustellen-Markt“ kein Problem, doch für einige Anwohner wird jeden Mittwoch und Freitag der Weg zu ihren Parkplätzen und Garagen versperrt.
So wie für Dr. Maren F. Sie ist hier aufgewachsen, ihr Vater wohnt noch hier und sie besucht ihn häufig. An den Markttagen sind die 13 Stellplätze des Hauses Ecke Heschredder zwischen 3 Uhr nachts und 15 Uhr nicht legal zugänglich. Ab morgens um 7 Uhr versperren die Marktbuden die Zufahrt. Diesen Schildbürgerstreich der Verwaltung haben Anlieger und Markthändler jetzt kreativ gelöst. Die Händler halten den Bürgersteig frei, und im Notfall können Anlieger wie F. darüber ausfahren. Eigentlich sollten die Pkw-Besitzer an Markttagen auf der Straße parken. Doch das ist gar nicht so einfach, denn auch am Heschredder
wird gebaut, viele Parkplätze sind schlicht nicht mehr vorhanden. Polizei-Oberkommissar Armin Nave warnt allerdings: „Über den Gehweg dürfen die Autos nicht fahren.“

Lage entspannt


Entspannter ist dagegen die Lage am zweigeteilten Ratsmühlendamm. Aus Richtung Alsterkrugchaussee gilt eine Einbahnstraßenregelung. Die Autos fahren auf der südlichenFahrbahn in Richtung Markt und auf der nördlichen wieder zurück. Die Parkzeit dort ist Mittwochs und Freitags auf zwei Stunden begrenzt, so finden die Kunden hier problemlos Plätze direkt am westlichen Eingang in die Marktgasse. Und auch Eltern, die ihre Kinder zur angrenzenden Schule bringen, können hier kurz anhalten.
In den Marktgassen ist die Stimmung nach der Eingewöhnung gut. Die meisten Besucher sind wiedergekommen, haben ihre Geschäfte auch schnell wieder gefunden. So wie Anwohnerin Hermingard Fentlinske: „Ich finde es gut so, einmal längs gehen und ich habe alles wiedergefunden.“
Im Vorfeld war auch die Verlegung des Marktes auf andere Flächen besprochen worden, doch die Marktbeschicker wollten unbedingt nah beim bekannten Standort bleiben. „Sonst kommen die Leute nicht“, weiß Winfried Thal aus den Vierlanden. „Einkaufs-Gewohnheiten ändern sich nur schwer.“
Noch bis Anfang November soll die Überarbeitung des Marktplatzes dauern, so lange werden Karl-Heinz F. und seine Nachbarn wohl noch über den Fußweg zu ihren Stellplätzen kommen.
Seine Tochter Maren moniert nur die aus ihrer Sicht dürftigen Informationen im Vorfeld. „Wir haben das jetzt hier geregelt, aber keiner wusste Bescheid und die Ansprechpartnerin im Bezirksamt war nicht zu erreichen. Das ist ein Ärgernis.“
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