Markt spart Energie

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Baudezernent Thomas Bosse (l.)und REWE-Manager Peter Maly beim ersten Spatenstich für Norderstedts „Green Building“-Supermarkt Foto: now

Rewe: Green Building statt Altbau

Norderstedt An der Segeberger Chaussee baut die Rewe-Markt GmbH ein zertifiziertes Green Building. Vergangene Woche erfolgte auf dem Areal der erste Spatenstich. Nach Fertigstellung soll der Markt ohne eigene Heizung auskommen, allein die Rückgewinnung der Wärme aus Kühl- und Tief-Kühlschänken soll die 1.300 Quadratmeter große Verkaufsfläche beheizen. Mit Solarflächen und Erdwärme sollen 40 Prozent des Energiebedarfs direkt gedeckt werden, der Rest über zertifizierten Grünstrom. Der Supermarkt werde vorbildlich „auch für Mitbewerber“, sagt Baudezernent Thomas Bosse. Mit dem neuen Markt am Standort der Zentrale erfüllt sich Peter Maly, Regionalmanager für die Nordregion, einen persönlichen Wunsch. „Dann haben wir endlich auch hier ein Vorzeigeobjekt“, betont er.

Vorzeigeobjekt


Schon vor drei Jahren hat das Unternehmen in Hamburgs Süden das erste Green Building gebaut, in Norderstedt ersetzt das neue Gebäude ab November 2015 den 30 Jahre alten Supermarkt-Bau. Während der Bauzeit sind die derzeit 27 Mitarbeiter in anderen Filialen beschäftigt. Weitere Arbeitsplätze werden nach Baufertigstellung geschaffen. Neben dem Einsatz neuer Energien will das Unternehmen durch das Energiekonzept vor allem Strom sparen. Geplant sind etwa 800.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr zu verbrauchen, statt etwa eine Million KW/h für einen Markt vergleichbarer Größe. „Ein Kostenfaktor“, wie Maly vor allem mit Blick auf steigende Energiekosten sagt.

Placet vom Vermieter


Am liebsten würde er das Konzept, das auch die Beleuchtung vorrangig mit Tageslicht einschließt, in noch mehr Märkten vorantreiben. Doch in den meisten Objekten ist sein Unternehmen Mieter. Da müsse es dann Kompromisse mit den Vermietern geben, wie auch bei der nächsten geplanten Modernisierung, des Rewe-Markt am Heroldcenter. Maly plant allerdings den nachhaltigen Umbau eines weiteren Marktes auf dem Norderstedter Gebiet: „An der Ulzburger Straße ist das Gebäude ungefähr so alt wie der Bau an der Segeberger Chaussee, auch hier könnte dann ein Green Building entstehen.“ So ein Vorhaben koste etwa fünf Millionen Euro, verriet der Manger.
Baudezernent Bosse hat schon Zustimmung für weitere Neubauten signalisiert. „Wir brauchen Qualität. Nicht nur im Angebot, sondern auch bei den Bauten“, sagte er. Der Baudezernent sehnt bereits seinen ersten Einkauf im neuen Markt herbei, den er gleich nach der Einweihung im November tätigen will: „Ich werde kommen, und ich glaube, ich werde mich diebisch freuen.“ (now)
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