Mitreden am Marktplatz

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Derzeit macht der Käkenhof einen eher trostlosen Eindruck. Das soll sich jetzt ändern Foto: Biehl

Käkenhof soll schöner werden. Öffentliches Forum am 5. November

Von Bert C. Biehl
Langenhorn
Der Marktplatz Käkenhof soll schöner werden. Das strebt das Wohnungsbau-Unternehmen SAGA GWG an und lädt alle Bewohner ein, daran mitzuwirken. Am Donnerstag, 5. November, gibt es ab 18 Uhr eine öffentliche Versammlung in der Zachäus-Kirche am Käkenflur. Federführend ist „Pro Quartier“, ein Tochterunternehmen der SAGA. Sachbearbeiter Martin Elbl: „Außer dem Marktplatz sollen auch die angrenzenden Hauseingänge verschönert werden. Gemeinsam mit den Bewohnern und Gewerbetreibenden sollen umsetzbare Ideen für die Gestaltung und Nutzung des Platzes erarbeitet werden.“ Hintergrund der kurzfristigen Terminierung: Die Kosten für den Umbau sollen aus Mitteln des hamburgweiten Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) finanziert werden. Dazu muss der Umbau allerdings im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Das wurde jetzt auf der jüngsten Sitzung des Quartiersforums deutlich. Zuvor werden Öffentlichkeit und Behörden beteiligt.
Der Käkenhof - ein Ortstermin, Freitag, 10 Uhr. Apfel, Spargel, Erbsenschote, Menschenfiguren: Die Bronzeskulpturen auf dem Käkenhof wurden 1985 von der Hamburger Bildhauerin Doris Waschk-Balz geschaffen und greifen das Thema Wochenmarkt auf.
Doch was als Blickfang und Zentrum des Platzes gedacht war, ist derzeit zwischen Hecken und parkenden Autos eingepfercht. Einen Wochenmarkt gibt es hier schon ewig nicht mehr. Von neun Läden stehen fünf leer. Ein Friseur, ein Schneider, ein Zeitschriftenladen haben überlebt. Dafür macht der Markant-Supermarkt hier bald zu. Ein paar Passanten verlieren sich im milden Herbstwind. Eine Litfaßsäule mit abgerissenen Plakaten komplettiert das trostlose Bild.

Trostloses Bild


Der Käkenhof hat mehr als nur ein Gestaltungsproblem. Aber eben auch das. „Zu groß, zu platt, zu leer. Da rast man halt so drüber“, findet Rixa Gohde-Ahrens, die scheidende Quartiersmanagerin. Die Hälfte dessen, was einst als Zentrum des Viertels gedacht war, wird jetzt als Parkplatz genutzt, einst ein Zugeständnis an den Supermarkt, nachdem der hier 2002 eröffnet hatte. „Die Parkplätze kriegt man nicht ganz weg, aber vielleicht könnte man sie verringern“, sagte SAGA-Vertreter Thorsten Schmidt jetzt auf der jüngsten Sitzung des Quartiersforums. Eine von diversen Möglichkeiten, den Platz zu verschönern. Auch die Markierung des 10. Längengrades wurde auf der Sitzung vorgeschlagen. Weitere Ideen erhofft sich die SAGA von der kommenden öffentlichen Diskussion. (bcb)

Öffentliche Versammlung: Donnerstag, 5. November, 18-21 Uhr, Zachäus-Kirche
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