Neubauten nur noch mit Laden-Prüfung

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Gulfam Malik in seinem Bürgerbüro in der Tangstedter Landstraße Foto: oj

Beschluss soll Einzelhandel in Quartieren in Hamburg stärken

Olaf Jenjahn
Langenhorn
Die Hamburgische Bürgerschaft nahm in ihrer 64. Sitzung der aktuellen Wahlperiode einen Antrag von SPD und Grüne an, der attraktive und nachhaltige Quartiere in Hamburg sichern soll. Danach geht es darum, eine kleinteilige Nahversorgung durch Geschäfte in den Quartieren sicherzustellen. „Wir wollen einer sozialen Verödung entgegenwirken“, sagt Malik und verweist aktuell auf den Grellkamp. Dort steht derzeit eine Ladenzeile leer, zuletzt schloss ein Backwarengeschäft. Mit dem Abriss des Flachbaus soll in diesem Herbst begonnen werden, ein dreigeschossiger Neubau mit 36 Wohnungen soll 2019 fertiggestellt werden. Wann genau, ist unklar. „Wir müssen dort ein Versorgungsangebot schaffen, notfalls übergangsweise“, sagt Malik.

Soziale Scharnierfunktion

Doch für Malik ist noch ein weiterer Aspekt wichtig. „Das Einkaufen vor Ort ist für ältere Menschen oft die einzige Möglichkeit, überhaupt noch Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Kleine Einzelhändler haben somit im Grunde eine soziale Scharnierfunktion für die Menschen, weil sie dann wieder mit anderen in Kontakt kommen“, hebt der SPD-Politiker hervor. Künftig soll in Hamburg bei der Planung neuer Wohnquartiere der jeweilige Bezirk prüfen lassen, ob in Erdgeschossbereichen die Unterbringung von Einzelhandels- oder Handwerksgeschäften möglich ist. Auch soll geprüft werden, ob neue Wochenmärkte installiert werden können. „Das ist jetzt bindend für künftige Bauvorhaben in Hamburg“, zeigt sich Malik erfreut.
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