Neue Brandsimulationsanlage am Hamburger Flughafen

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An der Anlage kann auch ein brennendes Triebwerk gelöscht werden – zu Übungszwecken Foto: now

Rund 500.000 Euro wurde in das Übungszentrum investiert

Fuhlsbüttel Der Flughafen Hamburg hat eine neues Übungszentrum für die Flughafenfeuerwehr. Rund 500.000 Euro investierte das Unternehmen in die Brandsimulationsanlage, die im Nord-Westen des Geländes aufgebaut wurde. Im Mittelpunkt stehen zwei 40-Fuß-Container an der Seite ausgestattet mit einer Tragfläche, einem Triebwerk und einem Fahrwerk. Auch der Innenraum mit Sitzreihen, Bordküche, Toiletten und Innengepäckfächern ist nachgebildet. „Wir können hier Einsätze wie einen Cockpit- oder Triebwerksbrand genauso wie ein Feuer im Bereich der Gepäckfächer oder der Sitze nachstellen und die Löscharbeiten trainieren“, sagt Thomas Barke, Leiter der Flughafenfeuerwehr. Neben den Containern kann eine Wanne mit Propangas entzündet werden, um einen Flächenbrand zu simulieren. Die Feuerwache des Flughafens ist rund um die Uhr besetzt, in drei Minuten kommen die Feuerwehrleute im Notfall in jeden Winkel. Rund 2000 Mal im Jahr rücken die Feuerwehrleute aus, dafür stehen 16 Fahrzeuge, darunter vier Flugfeldlöschfahrzeuge mit jeweils 12.400 Liter Wasser. Meistens werden die Rettungswagen benötigt, aber auch Alarme der zahlreichen Brandmelder müssen geprüft werden. Damit die Feuerwehrleute auch für größere Unfälle vorbereitet sind, gehört regelmäßiges Training zum Standard. Dafür musste bislang einmal im Jahr die Übungsanlage des Frankfurter Flughafens ausgeliehen werden. „In sechs Tagen wurden dann alle 80 Feuerwehrleute geschult“, so Barke. Dienstpläne wurden umgestellt, damit alle Mitarbeiter an der Übung teilnehmen konnten, kamen Kollegen auch extra aus dem Urlaub. Ralf Lederer ist für die Aus- und Fortbildung verantwortlich und freut sich auf die größere Flexibilität: „Jetzt können wir üben, wenn es passt.“ Etwa zwölf Tage, so schätzen Barke und Lederer, werden sie die Anlage pro Jahr im Einsatz haben. Wenn die Anlage gut eingespielt ist, will Barke auch anderen Flughäfen Übungsmöglichkeiten einräumen. „Mein Traum: Das Ausbildungszentrum Nord“, sagt er. (now)
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