Neuer Niederseil-Parcours in Langenhorn

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Das hohe Gitternetz eignet sich auch für mehrere Kinder zum Klettern: Piet, Jule, Aisha und Nele (v.l.) Foto: now

Schüler der Grund- und Stadtteilschule Am Heidberg haben jetzt einen Klettergarten

Von Stefanie Nowatzky
Langenhorn
Zwischen den dicken Stämmen von Eichen und Buchen sind schwere Stahlseile gespannt. Aisha breitet die Arme aus und balanciert vorsichtig von Baumstumpf zu Baumstumpf. „Ihr müsst Lächeln, dann ist es einfacher“, spornt sie Nele, Jule und Piet an. Die vier sind die ersten, die den neuen Niederseil-Parcours ausprobieren. Wenn in dieser Woche die Schulkinder nach sechs Wochen auf den Schulhof der Grund- und Stadtteilschule Am Heidberg stürmen, erwartet sie eine Überraschung. Wo vorher eine ungenutzte Fläche hinter der Turnhalle war, haben der Verein Stadtteil in Bewegung SiB, Schule und Schulbau gemeinsam eine neue Attraktion geschaffen. Sieben Stationen hat der Parcours in etwa 60 Zentimeter Höhe. Balancieren, Klettern, einfache und schwere Aufgaben wechseln sich ab und für die verschiedenen Altersklassen haben sich die Initiatoren verschiedene Schwierigkeiten einfallen lassen: Der Parcours kann vorwärts oder rückwärts begangen werden und wem das zu einfach ist, der balanciert noch ein Gewicht auf dem Kopf über Seile und Kletternetz auf die andere Seite. Der 20.000-Euro-Kletterparcours wurde vom Verein gestiftet, Schule und Schulbau haben für den Untergrund gesorgt. Auch Hausmeister Daniel Goldberg ist begeistert, dass seine Schule als erste so eine tolle Attraktion hat. „Ich kontrolliere jeden Morgen die anderen Spielgeräte, da kommt jetzt einfach der Parcours mit dazu“, meint er und probierte auch gleich selbst eine Station aus. Bis zu fünf Kinder dürfen gleichzeitig die Stationen bespielen, wer es etwas anspruchsvoller möchte, geht am besten mit Übungsleitern oder eingewiesenen Lehrern in den Parcours und macht einen von fünf altersgerechten Kletterpässen mit besonderen Aufgaben. Mit dem Projekt „Fit durch die Schule“ der AOK kann der Verein sogar wöchentliche Übungsleiterstunden finanzieren und will den Parcours, der jetzt der Schule gehören soll, optimal nutzen. Auch Kindergeburtstage könnten hier gefeiert werden. Maren Schindeler-Grove, Vorsitzende vom SiB und Lehrerin an der Stadtteilschule freut sich schon auf die Gesichter von Kindern und Kollegen am ersten Schultag. „Außer den Leuten aus dem Verein, unserem Hausmeister Herrn Goldberg und ganz wenigen anderen weiß noch keiner davon“, sagt sie schmunzelnd.
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