Neues Projekt „engagiert und inklusiv“

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Die Projektpartner für „engagiert + inklusiv“: Dr. Nicole Schmidt, Iris Fischer und Dr. Tatjana Leipersberger fordern mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit psychischen Erkrankungen (v. l.) Repro: Haas

In Hamburg wollen auch Menschen mit Handicap helfen

Von Waltraut Haas
Fuhlsbüttel
Rund 25 Gäste trafen sich kürzlich in der Sozialpsychiatrischen Begegnungsstätte (SPZ) Fuhlsbüttel. Sie zeigten großes Interesse am neuen Projekt „engagiert und inklusiv“. Denn Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Krankheit sind keineswegs nur hilfsbedürftig. Sie würden sich gerne bürgerschaftlich engagieren und – wo immer möglich – anderen ehrenamtlich helfen.

Nachhilfe, Hundesitter und vieles mehr


„Die Chancen dazu möchten wir ihnen mit unserem Projekt vermitteln“, erklären die drei Initiatorinnen, die zum Projektstart eingeladen hatten. Nach einem ansprechenden Film über die Freiwilligenarbeit überlegten die Gäste, wie und in welchen Bereichen sie sich persönlich gerne engagieren würden. Da ist etwa Felix, 35, der Schüler mit einer Nachhilfe in Mathematik unterstützen könnte. Oder Bärbel, 52, die Hunde und Katzen liebt. Sie könnte Herrchen oder Frauchen entlasten und mit Hunden Gassi gehen. Ebenso würde sie gerne zu traumatisierten Katzen im Tierheim behutsame Kontakte aufbauen, als Katzenvorleserin. Denn so fassen ängstliche Tiere wieder Zutrauen. Und Nagib, 27, würde am liebsten gemeinsam kochen mit Nachbarn – Migranten und Deutschen. In fröhlicher Runde würde er – ganz nebenbei – auch besser Deutsch sprechen lernen.

Orte der Inklusion

„Im Mittelpunkt von ‚engagiert und inklusiv‘ steht hier das freiwillige Engagement von Menschen mit Psychiatrieerfahrung“, erklärt Dr. Nicole Schmidt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg, die das Projekt seit dem vergangenen Jahr mit mehreren Kooperationspartnern auf den Weg bringt. In Fuhlsbüttel gewann sie dazu jetzt die Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll. „Wir wollen sehr gerne Orte der Inklusion schaffen, an denen sich Menschen mit und ohne Beeinträchtigung oder Krankheit begegnen können. Jeder ist eingeladen.“ Dr. Tatjana Leipersberger vom Freundeskreis Ochsenzoll befürwortet das neue Projekt ebenso wie Iris Fischer, SPZ-Fachbereichsleiterin. „Wir unterstützen Menschen mit psychischer Erkrankung und fördern ihre Teilhabe am Leben. Unser Treff ist also ein idealer Ort der Begegnung und des gemeinsamen Erlebens“, sagt Iris Fischer.

Zum Projektstart sind zunächst weitere Interessenten für ein freiwilliges Engagement gefragt. Kontakt: Telefon 040/533 228-1460 oder tatjana.leipersberger@freundeskreis-ochsenzoll.de

pdf-Download: Projekt-Flyer von „engagiert und inklusiv“
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