P+R am Markt: Ab 1. April wird kassiert

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Dies Schild weist jetzt auf die Gebührenpflicht im P+R-Haus hin Foto: Biehl

Trotz Gebühren gibt es keinen Anspruch auf einen Stellplatz

Langenhorn Das ist kein Scherz: Ab Mittwoch, 1. April, ist das Park-and-Ride-Haus am Langenhorner Markt gebührenpflichtig. Darauf weist jetzt ein Schild an der Auffahrt zur Anlage hin. Künftig will die P+R-Betriebsgesellschaft für einen Benutzungstag zwei Euro, für einen Monat 20 oder für ein Jahr 200 Euro kassieren. Die Jahreskarte kann nur von Inhabern eines HVV-Abos erworben werden, wird allerdings nicht auf dessen Preis angerechnet – was einer Fahrpreiserhöhung gleichkommt.
Die Park-Dauerkarten haben noch weitere Haken: Man erwirbt keinen Anspruch auf einen Stellplatz. Wenn das gewünschte P+R-Haus voll ist, muss der Karteninhaber es bei einer anderen Anlage versuchen. Und nach 24 Stunden muss das Fahrzeug die Anlage wieder verlassen.
Der SPD-Senat hatte die Gebührenpflicht stets mit Verbesserung der Parkhaus-Standards begründet. Das gilt für Langenhorn allerdings bisher nur bedingt. Zwar wurden Notrufsäulen und Videokameras installiert. Doch der Senat musste erst im Februar auf eine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thilo Kleibauer einräumen, dass das P+R-Haus gar nicht kontinuierlich überwacht werden wird. Auch die schmalen Abstellplätze wurden bisher nicht den größeren Maßen heutiger Fahrzeuge angepasst. Das hatten sowohl der ADAC als auch Kommunalpolitiker in den vergangenen Jahren mehrfach kritisiert. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion bezeichnet die Gebühren für P+R-Anlagen als Abzocke.
Zunächst dürften die Pendler nun auf die Kaufhaus-Parkplätze und die Wohnstraßen im Umkreis des Bahnhofs Langenhorn-Markt ausweichen. Dies Verhalten war bereits bei anderen gebührenpflichtig gewordenen P+R-Anlagen beobachtet worden. (bcb)
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