Paten für Schüler in Langenhorn gesucht

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Lesepate Bernd Rohde hat Freude an seiner Aufgabe und ermuntert dazu, sich als Lesepate zu melden Foto: Krause

Ehrenamtliche sollen Schüler aus den Internationalen Vorbereitungsklassen der Fritz-Schumacher-Schule motivieren

Von Franz-Josef Krause
Langenhorn
„Lesen ist ein großes Wunder“ ist von der österreichischen Erzählerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830-1916) überliefert. Das „Wunder Lesen“ haben die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Vorbereitungsklassen (IVK) der Fritz-Schumacher-Schule am Standort Foorthkamp 42 alle schon erlebt. Doch nicht in Deutsch, sondern in ihrer jeweiligen Muttersprache. Oft stellen sie deutsche Texte vor neue, nicht leicht zu bewältigende Herausforderungen, bei denen es gut ist, einen Paten zur Seite zu haben. „Besonders die Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 7/8, die später in die Regelklassen einer Stadtteilschule wechseln müssen“ so Schulleiter Ralf Pöhler „haben immer wieder Schwierigkeiten beim sinnentnehmenden Lesen. Deshalb suchen wir noch weitere Lesepatenschaften für diese beiden Klassen.“ Welche Aufgabe hat ein Pate? Die beiden Klassenlehrerinnen bestimmen für jeden Paten bis zu zwei Schüler, die an einem Dienstag oder einem Donnerstag von 10:00 bis 11:30 Uhr betreut werden. Die Lehrerinnen stellen für die Anfangszeit Bücher oder Texte bereit, die dem Leseniveau der Schüler entsprechen. „Es geht nicht um das Lesenlernen“ betont Fides Schöner, IVK-Koordinatorin im Gespräch mit dem Wochenblatt „sondern darum, die Freude am Lesen zu fördern. Man fragt nach, was verstanden wurde, unterhält sich über das Gelesene, spricht über eigene Erfahrungen, die denen im Buch oder Text entsprechen.“ Die Beziehung zu dem oder den Schülern ist durchaus ausbaufähig und schließt gemeinsame Aktivitäten nicht aus. Nach Möglichkeit sollen feste Patenschaften entstehen, das heißt, die Schülerinnen oder Schüler sollten regelmäßig mit ihrem Paten zusammen lesen. Regelmäßigkeit schafft Vertrauen und hilft, Sprachbarrieren zu überwinden. Bernd Rohde (67) früherer Centermanager, hat erste Erfahrungen als Pate sammeln können. „Es macht Freude“ berichtet er „gemeinsam ohne Leistungsdruck Texte zu lesen und dabei die Bedeutung der Interpunktion für den Sinn eines Satzes deutlich zu machen. Schade, dass mein ‚Patenkind‘ bald in die Regelschule wechseln wird.“ Aber es kommen weitere Kinder nach – insgesamt besuchen zurzeit rund 110 Schülerinnen und Schüler die Internationalen Vorbereitungsklassen am Foorthkamp. Deshalb freut sich Fides Schöner auf weitere Paten – besonders an Donnerstagen zwischen 9.45 – 10.45 ist der Bedarf noch groß.

Informationen über das Schulbüro Foorthkamp (Frau Detzel) unter Telefon 533 00 998-0
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