Startschuss für neues Vorfeld gefallen

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Senator Frank Horch (vorne) und Michael Eggenschwiler (hinten) hatten beim symbolischen Meißelschlag viel Spaßin den Minnibaggern Foto: Nowatzky
 
Das Vorfeld ist 330.000 Quadratmeter groß, im ersten Bauabschnitt werden 59.000 davon bis Juli 2016 saniert Foto: now

Zukunftstauglich: Der Hamburger Flughafen investiert 120 Millionen

Von Stefanie Nowatzky
Fuhlsbüttel
Für insgesamt 120 Millionen Euro erneuert der Hamburger Flughafen das komplette Vorfeld mit rund 330.000 Quadratmetern. Die Beton-Fläche mit einer Größe von über 30 Fußballfeldern wurde in den vergangenen rund 50 Jahren von mehr als sechs Millionen Flugzeugen mit einem Gesamtgewicht von über 290 Millionen Tonnen berollt – mit der Baumaßnahme will Flughafen-Geschäftsführer Michael Eggenschwiler den Stadtflughafen zukunftstauglich machen. Gemeinsam mit Hamburgs Wirtschafts- und Verkehrssenator Frank Horch brach er im Minibagger mit einem symbolischen Meißelschlag ein Stück der ersten Betonfläche auf. Mit sichtlicher Begeisterung ließen sich beide die Bedienung der Minibagger erklären, während im Hintergrund bereits die großen Baumaschinen erste Flächen freimachten. Horch bekräftigte das Bekenntnis des Senats zum Stadtflughafen Hamburg und hob die positiven Aspekte der Baumaßnahme für die Umwelt hervor. „Von mehr Effizienz des Vorfeldes profitieren Airlines, Anwohner und Umwelt“, so der Senator. Laut Flughafen werden die Anwohner von der Baumaßnahme selbst wenig mitbekommen, da sich die Arbeiten auf die Fläche westlich der Terminals beschränken. Die große Herausforderung des für viereinhalb Jahre angesetzten Projektes, bei dem in zehn Phasen Vorfeld und Rollbahnen erneuert werden, fasst Stefan Dechow, als Leiter Aviation und Development zuständig für den Flugbetrieb, zusammen: „So ein Projekt im laufenden Betrieb zu machen, ist nicht einfach.“ Neben dem eigentlichen Vorfeld ist auch ein Teil der Start- und Landebahn in Arbeit. „Wir haben jetzt gerade den Anflug über die Stadt gesperrt und den Start auf dieser Bahn um über ein Drittel verkürzt“, erklärt Dechow. Das ist bereits erprobt, denn beim Bau des neuen Luftfrachtzentrums war im vergangenen Jahr schon einmal eine solche Sperrung nötig. In der ersten Bauphase sind täglich 30 bis 60 Bauleute gleichzeitig auf dem Vorfeld aktiv, tragen mit schwerem Gerät den Beton ab und werden auch die im Boden verlegten Leitungen austauschen. Das Vorfeld soll künftig leiseres Rollen der Flugzeuge ermöglichen, und durch ein besseres Wegekonzept soll die Fahrt der Flugzeuge am Boden schneller und flexibler werden. Eines der modernsten Leitsysteme für Flugzeuge – „Follow the greens“ – wird deshalb mit eingebaut. „Ein Vorfeldbau ist architektonisch nicht so prickelnd wie ein Terminal“, scherzte Eggenschwiler. Und auch Senator Horch meinte: „Das sieht auf den ersten Blick nicht so viel anders aus als vorher.“ Doch beide betonten, mit dieser Investition werde der Flughafen „fit für die Zukunft“ gemacht. Die umfassende Sanierung sei auch notwendig, weil die Fluggesellschaften auf immer größere Flugzeuge umstellen. Dadurch seien zum einen weniger Flüge bei gestiegenen Passagierzahlen gut für die Umwelt, aber die im Vergleich viel schwereren Geräte bräuchten auch ein entsprechend vorbereitetes Vorfeld. 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein, für die nächsten 25 Jahre, so plant Michael Eggenschwiler, werden die Oberflächen halten, die erneuerten Leitungen darunter doppelt so lange.
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