Streit um Standort

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In diesem leer stehenden Bürohaus am Oehleckerring 20 soll eine Unterkunft für 60 minderjährige Flüchtlinge entstehen Foto: Biehl

Oehleckerring: Platz für 60 Minderjährige

Langenhorn In einem leer stehenden Gebäude am Oehleckerring 20 soll eine weitere Unterkunft für Migranten entstehen. Der Landesbetrieb Erziehung und Beratung (LEB) möchte dort eine Einrichtung für rund 60 minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge betreiben. Das hatte der LEB Anfang Dezember den Abgeordneten der Bezirksversammlung Nord bekannt gegeben. Harsche Kritik kommt von der lokalen CDU: „Es reicht!“, konstatieren Nizar Müller und Marco Paetow. Der Eigentümer der Immobilie hatte das Haus der Stadt angeboten und würde den Umbau übernehmen. Ab September könnte die Unterkunft bezogen werden. Der geschäftsführende Vorstand des CDU-Ortsverbandes Langenhorn hat sich einstimmig gegen die weitere Schaffung von Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte ausgesprochen. Der CDU-Bezirksabgeordnete Nizar Müller: „Das Maß des Zumutbaren ist erreicht. Langenhorn hat mit der Zentralen Erstaufnahme am Grellkamp, der Großunterkunft am Kiwittsmoor und den bestehenden Unterkünften, wie im Jugendpark und entlang der Langenhorner Chaussee, bereits einen Großteil der sozialen Verantwortung im Bezirk Hamburg-Nord übernommen. Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlingen sind an verschiedenen Standorten in Langenhorn untergebracht.“ Vize-Ortschef Paetow kritisiert, dass „die toleranten und hilfsbereiten Langenhorner in dieser Art und Weise herausgefordert werden.“ Die CDU will jetzt mit Unterschriften-Listen, kreativen Aktionen und intensiven Bürgergesprächen „die geplanten Unterkünfte verhindern“. Eine „ausufernde, immer unkontrollierbar werdende Steigerung von Einrichtungen“ könne nicht im Interesse der Langenhorner sein. Er rechnete vor, dass es „in Altona keine einzige Erstaufnahme für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge“ gebe. (wb)
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