„Tag des Handwerks“ in Langenhorn

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Harald Rösler (r.) und Martin Vetter (l.) beim Tag des Handwerks Foto: Jaeger

Hamburger Betriebe stellen am Aktionstag vor und geben Überblick über Produkte, Dienstleistungen und Ausbildungsangebote

Von Hans-Eckart Jaeger
Langenhorn
Harald Rösler, Bezirksamtsleiter Hamburg-Nord, hatte am „Tag des Handwerks“ alle Hände voll zu tun. Lutz-Matthias Peters, Bezirkshandwerks- und Bezirksschornsteinfegermeister in einer Person, begleitete ihn im Einkaufszentrum Langenhorn von Stand zu Stand. An ihrer Seite Martin Vetter, seit Kurzem Probst und Hauptpastor an der St. Nikolai-Kirche. „Handwerk und Kirche sind eng verbunden“, sagte Vetter. Es gab viel zu sehen, rund 500 Besucher informierten sich vor Ort. Bei der Tischlerei HolzArt aus Langenhorn erzählte Inhaber Samuel Rieger den Ehrengästen, wie sie die Fenster ihrer Häuser und Wohnungen sicher gegen Einbrecher schützen können. Ein paar Meter weiter nahmen Rösler und Vetter die 415 Euro teuren Qualitätsschuhe von Martin Bartold in die Hände und staunten, als der Obermeister der Schuhmacher-Innung ihnen versicherte: „Meine Schuhe halten mindestens zehn Jahre.“

Die Welt des Handwerks


Kunden, Nachbarn, Partner und interessierte Jugendliche erhielten interessante Einblicke in die Welt des Handwerks. Bei den Karrosseriebauern von Auto Wichert schauten sie den Dellen-Spezialisten über die Schulter. Bernd Rix vom Unternehmen Jens Gottschalk Sanitär, Dachdeck und Heizung zeigte ihnen, wie man Naturschiefer bearbeitet. Bei Stefan Kuntor vom Sanitätshaus Stolle staunten sie, als dieser ihnen eine 5.000 Euro teure Sport-Beinprothese zeigte. Mit solchen Hilfsmitteln sammelten die deutschen Sportler bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro etliche Medaillen. Schornsteinfeger-Geselle Till Axtmann, angestellt beim Hobby-Posaunisten Lutz-Matthias Peters, erklärte den Besuchern, dass sein Beruf viel Spaß mache und eine gute Zukunft habe, auch wenn man „nach dem Fegen auch mal richtig schmutzig wird“. Sein Chef ergänzte: „Je schwärzer wir sind, umso freundlicher sind die Menschen und schauen uns nach.“ Elida Steffen von der Polsterei Steffen in Niendorf erzählte ihnen, wie man alte Stühle neu macht, und auch am Stand des Polizeikommissariats 34 blieben viele Besucher stehen. Die Polizeioberkommissare Jürgen Hennings und Thomas Schwichtenberg erwiesen sich in Sachen Einbruchschutz als Experten. Die schönste Geschichte des Tages spielte sich am Stand von Andreas Kopp ab, Geschäftsführer eines Familienunternehmens in dritter Generation, Spezialist für Heizung, Sanitärtechnik, Bedachung und Bauklempnerei aus Steilshoop. „Ein 15-jähriger Junge aus Langenhorn kam heute zu mir und sagte, er möchte unbedingt Dachdecker werden“, erzählte Kopp. „Das Bewerbungsschreiben hatte er mit, und zwei Stunden später brachte er die Schulbescheinigung vorbei.“ Andreas Kopp war positiv überrascht: „Der Junge soll seine Chance bekommen. Ab Donnerstag absolviert er bei uns einmal pro Woche ein Praktikum, und wenn er sich bewährt, erhält er nach dem Schulabschluss einen Lehrvertrag und wird später übernommen.“ Das war so ganz nach dem Geschmack des Bezirksamtsleiters.
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