Tierschutz am Oehleckerring

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Die Nachzucht der nahezu ausgestorbenen Pferderasse „Altmärker Kaltblut“ ist ein Vereinsprojekt Repro: now

Verein Terra Mater vermittelt Tiere in Not und Patenschaften

Hamburg Terra Mater– Mutter Erde: Unter diesem Namen arbeitet eine Tierschutzorganisation, wohl von vielen Langenhornern unbemerkt, am Oehleckerring. Schon seit über 20 Jahren ist Terra Mater in Sachen Umwelt- und Tierhilfe aktiv, inzwischen gibt es drei Standorte in Deutschland. Während der Tiernotruf vor allem in Süddeutschland (am Vereinssitz) mit Reptilienstation in Graben-Neudorf und einer Auffangstation in Lustadt arbeitet, sind Mitgliederverwaltung und Öffentlichkeitsarbeit in einem unscheinbaren Büro mitten in Langenhorn tätig. Dort arbeiten fünf der insgesamt 16 festangestellten Mitarbeiter des Vereins, beantworten Fragen rund um den Tierschutz, verwalten die bundesweit derzeit rund 18.000 Mitglieder, vermitteln Hilfe für Tiere in Not und erarbeiten Unterrichtsmaterial für Schulprojekte. Gemeinnützig ist der Verein seit 2013. Früher warb eine externe Firma zum Teil aggressiv um Mitglieder für die Tierschutzorganisation, damals hatte der Verein laut Aussage des damaligen Sprechers über 40.000 zahlende Mitglieder. Heute finanziert der Verein nach eigenen Angaben mit den Mitgliedsbeiträgen den Unterhalt in den Tierauffangstationen, neben der eigenen arbeitet Terra Mater bundesweit mit 24 weiteren zusammen. Im Norden ist das die Wildauffangstation Klein Offenseth-Sparieshoop in Schleswig-Holstein. Neben der Tierrettung gibt es noch weitere Schwerpunkte. Da ist zum einen die Nachzucht der vom Aussterben bedrohten Pferderasse „Altmärker Kaltblut“. In Korgau in Sachsen-Anhalt wird seit dem Jahr 2000 diese früher weitverbreitete Rasse nachgezüchtet. Inzwischen zählt die kleine Herde wieder neun Tiere und erwartet demnächst Nachwuchs. Außerdem werden Patenschaften für nicht mehr vermittelbare Tiere wie Leguan Hannibal oder Hängebauchschwein Gerry angeboten. In Hamburg ist die Arbeit theoretischer: Werden Tiere in Not in Langenhorn gemeldet, vermittelt Terra Mater entweder zum Veterinäramt oder zu der Auffangstation in Schleswig-Holstein. „Wir werden zu Beispiel von der Polizei verständigt, wenn Haustiere nicht artgerecht gehalten werden oder der Halter verstirbt“, erzählt Angelika Maßberg. Sie war dabei als über 20 Münsterländer Hunde aus einer nicht artgerechten Haltung befreit wurden. „Das war ein schöner Moment, als wir all diese Tiere wieder in gute Hände vermittelt haben“, sagt sie.Stärker als bisher will sich der Verein in der Kinder- und Jugendbildung einbringen. „Wir haben Arbeitsblätter für den Sachkunde-Unterricht zum Thema Haus- oder Wildtiere, vermitteln Experten für Projektstunden oder können auch Exkursionen zu Tierauffangstationen organisieren“, sagt Sprecherin Herdis Seibt. „Wenn Kinder wissen, wie man mit einem gefundenen Wildtier richtig umgeht, ist das gelungener Tierschutz“, meint Seibt. (now)

Weitere Infos: Terra Mater
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