Unbescholtene Sänger

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Ein Bild aus der Vergangenheit – lauter unbescholtene Männer, die Honoratioren des Langenhorner Gesangvereins von 1866. Auch das Lokal im Hintergrund – Zur Harmonie – ist auch nur noch Geschichte Foto: Langenhorn Archiv/Repro: Krause

Der Langenhorner Gesangverein von 1866 bittet zum Sommerkonzert

Langenhorn Wer vor 150 Jahren in Langenhorn öffentlich singen wollte, musste drei Voraussetzungen erfüllen: ein Mann sein, eine durch den Dirigenten geprüfte, gute Stimme haben und unbescholten sein. Die heute kaum noch gebräuchliche Definition „unbescholten“ beschreibt der Duden so: „aufgrund eines einwandfreien Lebenswandels frei von öffentlichem, herabsetzendem Tadel“.

Bleibt offen, wie das damals geprüft wurde. Am 10. November 1866 trafen sich 42 unbescholtene Herren des damals 914 Einwohner zählenden Dorfes Langenhorn in der Gaststätte „Zur Harmonie“. Die war im 20. und 21. Jahrhundert als „Spinnrad“ bekannt und ist inzwischen mitsamt dem mit ihr verbundenen Apollo Kino abgerissen worden. „Nach der Gründung begann die Zeit des Erblühens“, berichtet ein Chronist. Die Zahl der aktiven Sänger verdoppelte sich und so war es bei 20 Pfennig Wochenbeitrag kein Problem, dem Gründungsvater und erstem Dirigenten, dem Leiter und Lehrer der Langenhorner Dorschule Wilhelm Heer, jährlich 60 Hamburger Curantmark Honorar zu zahlen. Wie es sich gehört, wird der traditionsreiche Verein im November sein Jubiläum festlich begehen. Erwin Möller wird aus seinem Langenhorn Archiv in den Räumen der Haspa am Langenhorner Markt die wechselvolle Geschichte des Vereins nachzeichnen. Gleichsam als Auftakt des Jubelfestes lädt der Gesangsverein zu einem heiteren Sommerkonzert ein: Im Rahmen des Jubiläums findet am Sonnabend,
9. Juli, um 16 Uhr im Kulturhaus LaLi, Tangstedter Landstraße 182, ein Konzert mit Stücken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart oder auch Elvis Presley, John Lennon und Paul McCartney statt. Die Chorleitung hat Sebastian Bielicke. (fjk)
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