Viele wollen helfen

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Sie betreuen für den Heimbetreiber „Fördern und Wohnen“ die Flüchtlinge im neuen Containerdorf Eschenweg: Anna Maria Reinking (v.l.), Foruzan Schakeri und Daniela Meyer Foto: Biehl

Flüchtlingsheim Eschenweg: Runder Tisch bringt Ehrenamtler zusammen

Von Bert C. Biehl
Fuhlsbüttel
Wenn Hilfe gefragt ist, stehen die Fuhlsbüttler bereit. Das wurde am vergangenen Donnerstag wieder deutlich, als es um das neu eingerichtete Flüchtlingsheim am Eschenweg ging. Das Bezirksamt Nord und Heimbetreiber „Fördern und Wohnen“ (F+W) hatten zum „Runden Tisch“ eingeladen. Der fand zweckmäßiger Weise gleich in der St.-Lukas-Kirche statt, denn es hatten sich rund 80 Interessierte vorab angemeldet – und waren auch erschienen. F+W-Bereichsleiter Jonte Plambeck stellte zunächst kurz die aktuellen Daten vor: „Derzeit leben bereits 101 Personen in der Unterkunft – ein Drittel der geplanten Anzahl.“ Darunter seien auch zwischen 30 und 40 Kinder. Vier Container sind noch im Bau, Ende April sollen alle rund 300 Flüchtlinge eingezogen sein. „Haupt-Herkunftsländer sind Afghanistan, Eritrea und Albanien“, führte Plambeck aus.

Engagement gewachsen


F+W-Sprecherin Christiane Schröder zeigte sich erfreut über das landesweit gestiegene ehrenamtliche Engagement der Hamburger für die Flüchtlinge. Die Zahl derer, die mit persönlichem Engagement die Neubürger unterstützen, habe sich seit dem vergangenen Jahr auf mehr als 700 verdoppelt. F+W unterstützt Ehrenamtler neuerdings mit Fortbildungen. Daniela Meyer, Teamleiterin der Unterkunft Eschenweg, benannte die drei Punkte, zu denen am dringendsten Unterstützung benötigt wird – und fand sofort zahlreiche Mitmacher: Fuhlsbütteler Freiwillige werden jetzt Deutschkurse anbieten, Schulkindern bei Hausaufgaben helfen und die Kleiderkammer betreuen.
Als einizge Lokalpolitikerin war die CDU-Bezirksabgeordnete Martina Lütjens vor Ort. Sie sagte: „Ich freue mich über die große Unterstützung durch die Fuhlsbüttler. Ich erwarte, dass die Sozialbehörde, der Betreiber „ fördern und wohnen“ sowie das Bezirksamt weiter ein offenes Ohr für Fragen, Ängste und den Informationsbedarf der Anwohner haben.“ Der nächste Runde Tisch ist für den 22. April geplant

Wie sich weitere Interessierte einbringen können und welche Rahmenbedingungen es dafür gibt, kann unter 428350 oder per Mail unter info@foerdernundwohnen.de erfragt werden
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