Warten auf das Museum

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Noch kein Zutritt: Eingang zum Domizil der Schmidts am Neubergerweg Foto: Haas

Anwalt der Schmidt-Stiftung: „Konzept zu erarbeiten, braucht viel Zeit“

Von Waltraut Haas
Langenhorn
Das Blumenmeer nach dem Tod von Helmut Schmidt ist verschwunden, im Neubergerweg 80 - 82 geht es wieder deutlich ruhiger zu. Doch eines Tages könnte wieder mehr Leben in die Straße in Langenhorn kommen. Das Zuhause des Altkanzlers, der am 10. November vergangenen Jahres starb, soll nun ein Museum werden. Dies hatten die Eheleute Loki und Helmut Schmidt im Förderzweck der nach ihnen benannten Stiftung vorgesehen, die sie anlässlich ihres 50. Hochzeitstages 1992 ins Leben gerufen haben. Die Stiftung soll das Andenken an Helmut Schmidt (1918 - 2015) und sein Wirken wahren, ebenso solle das Engagement zum Schutz der Natur von Loki Schmidt (1919 - 2010) gewürdigt werden. Zugleich soll die Stiftung auch die wissenschaftliche Auswertung und die öffentliche Nutzung des Nachlasses sowie Forschungen, Studien, Veröffentlichungen und Veranstaltungen ermöglichen und fördern. Mit professioneller Hilfe wird nun ein solides Konzept erarbeitet. „Das kostet erst einmal viel Zeit“, sagt Rechtsanwalt Dr. Olaf Schulz-Gardyan, der die Akten der Stiftung verwaltet. Es wäre das erste deutsche Museum, das einem Bundeskanzler und seiner engagierten Ehefrau gewidmet wird. Eigentlich sollte ihr langjähriger Freund und Nachbar Peter Schulz das Museumsprojekt in die Wege leiten. Doch der Sozialdemokrat und Erste Bürgermeister in Hamburg (1971-1974) erlag im Mai 2013 mit 83 Jahren einer schweren Krankheit. „Bis zu seinem Tod hatte mein Vater für die Stiftung ein Großteil der Arbeit übernommen. So begleitete er unter anderem auch eine Schriftenreihe und betreute die Autoren“, sagt Dr. Olaf Schulz-Gardyan. Wann das Doppelhaus am Neubergerweg endlich für die Öffentlichkeit zugänglich wird, steht derzeit noch in den Sternen. Einstweilen wird es von einer Security-Firma streng bewacht – wie zu Lebzeiten der Schmidts.
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