Wohnbau für Flüchtlinge

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Rot umrandet: eine städtische Ackerfläche zwischen Stadtgrenze, Wildem Moor und Heidbergsiedlung. Hier könnte die Wohnsiedlung für Flüchtlinge entstehen Grafik: SPD Wandsbek

In Hummelsbüttel sollen 600 Häuser für Asylbewerber entstehen

Von Bert C. Biehl
Hummelsbüttel
Binnen eines Jahres könnten im Stadtteil Hummelsbüttel Wohnhäuser für rund 2100 Flüchtlinge gebaut werden. Diese Möglichkeit ergibt sich nach einem Beschluss der Bezirksversammlung Wandsbek, der jetzt auf Initiative der rot-grünen Koalition gefasst wurde.
Im Hintergrund steht die Aufforderung des Senates an die Bezirke, solche öffentlichen Flächen zu benennen, auf denen eine Großunterkunft mit 800 Wohneinheiten für rund 3000 Flüchtlinge gebaut werden können. Dies soll aber im Bezirk Wandsbek anders umgesetzt werden, wie der Bürgerschaftsabgeordnete Tim Stoberock, zugleich Vorsitzender des SPD-Distrikts Hummelsbüttel, jetzt mitteilte. Neben einigen Aufstockungen bestehender Unterkünfte sollen auf einer Fläche am Rehagen/Ring 3 sowie am Wilden Moor nahe der Stadtgrenze zu Norderstedt jeweils 300 Wohneinheiten entstehen. Neu ist, dass es sich nicht mehr um Container handeln soll, sondern um feste Wohnhäuser aus Stein und Beton. „Die Errichtung erfolgt durch Investoren, die die Unterkünfte anschließend für 15 Jahre an Fördern&Wohnen verpachten“, so Stoberock.
Bemerkenswert: Laut Antrag sollen die Behörden bei der Belegung der Wohnungen solche Flüchtlinge bevorzugen, die einen gesicherten Aufenthaltsstatus und einen Arbeitsplatz haben. Damit soll vermieden werden, dass neue soziale Brennpunkte entstehen und alte noch verstärkt werden. Im Falle des Grundstücks am Rehagen wäre die Tegelsbarg-Siedlung unmittelbar betroffen. Deren bestehende soziale Einrichtungen sollen gezielt personell und finanziell verstärkt werden. „Der Tegelsbarg hat eine soziale Infrastruktur, die das verkraftet“, sagte Marc Buttler, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bezirksfraktion Wandsbek.
Davon ist allerdings beim Grundstück Wildes Moor nicht auszugehen. Östlich davon liegen die vormaligen Mülldeponie-Berge, westlich davon die zu Langenhorn gehörende Heidberg-Siedlung. Im Umfeld sind beispielsweise Kindertagesstätten und Beratungsstellen rar. SPD und Grüne wollen daher die notwendige Infrastruktur auch bezirksübergreifend realisieren. Der Senat muss nun prüfen, ob er die angebotenen Grundstücke für geeignet hält.
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2 Kommentare
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Klaus Risser aus Hummelsbüttel | 29.09.2015 | 15:02  
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Karl Fischer aus Poppenbüttel | 27.01.2016 | 15:47  
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