Zwei engagierte Flüchtlingshelfer in Quickborn

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Richard Döbler und Christian Chinery Foto: aj

Christian Chinery und Richard Döbler unterstützen ihre Klienten mit vielen Ideen

Von Anja Junghans-Demtröder
Quickborn
Die Stadt Quickborn hat mit dem Caritasverband Schleswig-Holstein und dem Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein einen Kooperationsvertrag geschlossen. „Somit konnte das Diakonische Werk mit Christian Chinery und der Caritasverband mit Richard Döbler zwei hauptamtliche Kräfte für die Flüchtlingsarbeit gewinnen“, sagt Werkstattleiter Christian Rohde. Christian Chinery ist Diplom-Theologe und beherrscht acht Sprachen, darunter auch Arabisch, sein Kollege Richard Döbler ist Historiker. Während Döbler Hilfestellung im Umgang mit Behörden sowie in der Alltagsbetreuung gibt, kümmert sich Chinery um die Erstbetreuung und Alltagsorientierung von Geflohenen. „Ich leite außerdem den Konversations-Treff, ein Sprachangebot, mit dem Kenntnisse der deutschen Sprache erworben werden“, sagt Chinery. Aktuell leben 400 Asylbewerber in Quickborn. Beide Flüchtlingsbetreuer ergänzen sich in ihren Fähigkeiten gut. Beim Konversations-Treff zeigen Schutzsuchende Interesse an der hiesigen Kultur. „Wie nennt man Brot in Bayern?“ oder „Was ist eine Versicherung?“, wird neugierig gefragt. „Wir besprechen alle Fragen auf Deutsch“, sagt Christian Chinery. Geflüchtete suchen die Werkstatt als Flüchtlingshilfe auf, wenn es um die Antragstellung von Hartz-IV-Leistungen geht. „Das ist für uns eine wiederkehrende Alltagssituation. Der Termindruck durch das Jobcenter versetzt unsere Zubetreuenden in den Feuerwehrmodus. Dazu verstehen sie die rechtlichen Inhalte des Antrages nicht. Schnell befindet man sich in einer Beratungssituation, die das volle Instrumentarium eines Flüchtlingsbetreuers erfordert“, sagt Christian Chinery. Doch Flüchtlinge finden erstaunliche Anknüpfpunkte. „Wir wollen soziale Integration. Häufig werde ich von Geflüchteten in der U-Bahn angesprochen. Danach vergebe ich einen Termin“, sagt Christian Chinery. Konflikte in den Unterkünften entstehen nicht aus kulturellen oder religiösen Unterschieden. „Wenn die Sprachproblematiken und Sichtweisen geklärt sind, dann bilden sie eine Gemeinschaft“, hat der ausgebildete Konfliktmediator Chinery erkannt.

Kontakt: diewerkstatt@diakonie-hhsh.de, Telefon 04106/127900. Weitere Infos: www.die-werkstatt-quickborn.de
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