Der Club am Suckweg

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Obwohl Ferienzeit in Hamburg, kann sich der Kinder-und Jugendclub nicht über Besuchermangel beklagen. Viele Angebote warten hier – für jede Altersgruppe. Fotos: Krause
 
Sina Kienast. Sie ist am Suckweg der Motor, Kummerkasten, Motivator, Schularbeiten Helfer, Chefköchin, Kreativdirektor und vieles, vieles mehr.
Hamburg: Suckweg |

Ab sofort auch am Sonnabend geöffnet

Langenhorn. Angefangen hat alles mit einer Mofa-Werkstatt. Das war im Jahr 1986. Tatort war ein Container. Heute steht auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände ein geräumiges Haus, das zwar nicht mehr zum Schrauben an Mofas, dafür aber zu Kreativität jedweder Art einlädt. Wenn täglich 40 bis 50 Kinder und Jugendliche der Einladung folgen, dann muss das Angebot des Kinder- und Jugendclubs Suckweg äußert attraktiv sein – ab sofort kann es sogar am Sonnabend genutzt werden. Damit kommt der freie Träger der Einrichtung, die Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V., einem schon lange geäußertem Wunsch entgegen, denn der Club ist für viele Kinder und Jugendliche fast zu einer zweiten Heimat geworden.
Ganz wesentlich mit dazu beigetragen hat eine junge Frau, die am Suckweg seit elf Jahren der Kristallisationspunkt ist – die Sozialpädagogin Sina Kienast. Sie ist hier der Motor, Kummerkasten, Motivator, Schularbeiten Helfer, Chefköchin, Kreativdirektor und vieles, vieles mehr. Und sie ist immer da. Besonders diese Langzeitverlässlichkeit ist es, die im WochenBlattgespräch von den jungen Clubbesuchern hervorgehoben wurde.
„Sie hat immer Zeit für uns“ fasst Phil Camara (18) seine Beweggründe zusammen, warum für ihn der Jugendclub so wichtig ist. Seit seinem vierten Lebensjahr kommt er regelmäßig hier her. Hier hat er für sich die Faszination des Hip Hop Tanzens für sich entdeckt. So intensiv, dass er inzwischen dabei ist, Tanzlehrer für modernen Tanz zu werden.
Auf Kampnagel hat er schon sein Talent unter Beweis stellen können und am Suckweg bietet er inzwischen selbst für Kinder ab 6 Jahren Tanzunterricht an.
An die alten Mofa-Zeiten erinnert die ‚Fahrradwerkstatt‘, die immer am Donnerstag angeboten wird und in der Kochgruppe am Mittwoch hat jeder die Chance, dem Kochen kreative und praktische Seiten abzugewinnen. Klar, dass eine Einrichtung mit einem stattlichen Bolzplatz den auch nutzt: Dienstags und freitags rollt das runde Leder. Mit ‚Ästhetik und Kommunikation‘ werden mit Digitalkamera und Tonstudio durchaus berufshinführende Interessen angesprochen und – für Mädchen immer spannend – wird unter dem Stichwort Modedesign die selbst genähte ‚Klamotte‘ zur Realität.
Das Angebot wird von der Nachfrage, von den Wünschen der jungen Besucher mit gestaltet. Damit bleibt es immer aktuell. Das macht den Club am Suckweg so unverzichtbar für die jungen Langenhorner in ihrem Einzugsgebiet. Nicht nur die sehen das so. Auch die Haspa-Mitarbeiter vom Langenhorner Markt haben gemeinsam überlegt, wohin mit den ‚Tausender‘, den die traditionsreiche Hamburger Sparkasse in diesem Jahr zu ihrem 185. Gründungstag 185-mal im ganzen Stadtgebiet an gemeinnützige Einrichtungen im jeweiligen Filialbereich verteilen konnte.
Mitarbeiterin Britta Scholl hat sich am Suckweg umgesehen und ihren Kollegen vorgeschlagen, den ‚Tausender‘ vom Langenhorner Markt hier einzusetzen.
„Gut angelegtes Geld“ so fand auch ihr neuer Filialleiter Kai Köster nach einem Rundgang. Geld, das am Suckweg dringend benötigt wird, denn wie sich konkret die Mittelkürzung für die ‚Freie Jugendarbeit‘ hier auswirken wird, ist noch offen. (fjk)

Kinder- und Jugendclub Suckweg, Suckweg 48, Telefon 531 43 87,
Öffnungszeiten:
Di. + Mi. 14 – 20 Uhr,
Do. + Fr. 13 – 20 Uhr, Sonnabend 12 – 17 Uhr
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