Attacke mit Messer

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Christian C. steht wegen Mordversuch vor Gericht Symbolfoto: thinkstock

Prozess: Mordversuch an schwangerer Ex-Freundin

Fuhlsbüttel Ihren Zimmernachbarn in einer therapeutischen Einrichtung in der Straße Soltstücken im Fuhlsbüttel hat es die 20jährige Charleen W. zu verdanken, dass sie und ihr ungeborenes Baby noch am Leben sind. Die Nachbarn hörten die Hilfeschreie der jungen Frau, als ihr Ex-Freund sie in den Morgenstunden des 10. April mit einem Messer angriff und töten wollten. Mutig stellten sie sich vor den bewaffneten Angreifer.
Wegen versuchten Mordes, versuchten Schwangerschaftsabbruchs und gefährlicher Körperverletzung muss sich Christian C. ( 27), der Ex-Freund von Charleen W., zur Zeit vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Gleich zu Beginn der Verhandlung legte er ein umfangreiches Geständnis ab. Sein Motiv: extreme Eifersucht.
„Ja, ich wollte sie töten. Sie und das ungeborene Baby sollten sterben. Das Baby hat ja alles kaputt gemacht!“ Mit klaren Worten schilderte der 27jährige Angeklagte, wie sich seine Wut immer weiter steigerte, so dass er am Ende Mordpläne schmiedete. Er hatte Charleen W. im Oktober vergangenen Jahres in der Klinik kennengelernt. Christian W.: „Es war Liebe auf den ersten Blick!“ – Dennoch traute er seiner Freundin nicht richtig. Er kontrollierte sie ständig. Dabei fand er heraus, dass sie ihn mit seinem besten Freund betrogen hatte. Aus dieser Beziehung zu einem Mann namens Steve B. war sie schwanger geworden. Christian C. verlangte von ihr eine Aussprache. Doch sie weigerte sich.

Mehrfach zugestochen


Christian C.: „Da stiegen in mir die Mordpläne auf.“ Am 10. April besorgte er sich ein Messer, versteckte es in der Bauchtasche seines grauen Kapuzenpullovers. Gegen 8.55 Uhr schlich er in das Zimmer von Charleen W. und schlug ihr ins Gesicht, so dass sie auf den Boden fiel. Dann stach er mehrfach in Richtung des Bauches der jungen Frau, die in der neunten Woche schwanger war. Das Opfer erlitt mehrere Hautdurchtrennungen im Oberbauchbereich, im Bereich des rechten Hüftgelenks, am rechten Oberschenkel und an beiden Armen und Händen.
Dass er vorgehabt habe, das Kind aus dem Mutterleib zu schneiden, wie ein Zeuge vor der Polizei behauptet hatte, streitet Christian C. ab. „Ich bin kein Monster“, erklärte er in seinem Geständnis. „Ich schäme mich sehr für diese Tat.“ – Der Prozess wird fortgesetzt. (je)
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