Brennpunkt Kiwittsmoor

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Spuren von schlimmem Vandalismus auf der Grillwiese Foto: pk/jae
Hamburg: U-Bahn Kiwittsmoor |

Drei Fälle von Vandalismus, Polizei ermittelt in Langenhorn

Von Hans-Eckart Jäger
Langenhorn
Die Fälle von Vandalismus in Langenhorn häufen sich. Drei Mal innerhalb von zehn Tagen wurde die Polizei eingeschaltet, jedes Mal ging es um den Bereich Kiwittsmoor. Zunächst wurden in der Straße Kiwittsmoor mehrere Autos demoliert (das Wochenblatt berichtete), in der Nacht zu Pfingstsonntag waren Randalierer auf der Grillwiese im Kiwittsmoor-Park am Werk, und einen Tag später gab es am U-Bahnhof Kiwittsmoor eine Sprengstoffexplosion. „Zumindest der Vorfall im Park erscheint mir als Zufall. Dort wird viel gefeiert“, sagt Oberkommissar Jürgen Hennings vom Polizeikommisariat 34. Der Stadtteilpolizist und seine Kollegen sind täglich zu Fuß und mit dem Rad unterwegs und beobachten die Szene.

Gefahr für Kita-Kinder

Peter Kühn, der in der Straße Hohe Liedt wohnt, entdeckte beim Spaziergang mit seinem Hund auf der Grillwiese Spuren von Vandalismus. Er schrieb umgehend einen Brief an die Polizei: „Es sieht aus wie auf einem Schlachtfeld. Die Rückwand einer öffentlichen Sitzbank wurde gewaltsam entfernt und als Grillkohle missbraucht. Eine Sitzbank unter einem Unterstand wurde angebrannt, überall liegen Scherben und Unrat.“ Und weiter: „Bitte halten Sie doch die Kollegen vom PK 34 an, hier an warmen Nächten häufiger Streife im Park zu gehen oder zu fahren und Platzverweise auszusprechen. An solchen Gelegenheiten beobachten wir Anwohner immer wieder stark alkoholisierte (meist) Jugendliche oder Drogenabhängige. Hier spielen unter der Woche viele Kita-Kinder mit ihren Betreuern, die durch diese Schäden verletzt werden können.“

Staatsschutz ermittelt

Der (vorläufig) letzte Fall: Am Pfingstmontag brachten unbekannte Täter einen nicht zugelassenen Feuerwerkskörper/Bodenknallkörper im Bereich des U-Bahnhofs Kiwittsmoor zur Explosion. Eine weitere Person, zehn Meter entfernt, erlitt ein Trauma. Lampenabdeckung, Verkabelungen und Blenden des Bahnhofs wurden beschädigt. Vier Funkstreifenwagen und der Hubschrauber Libelle fahndeten von 0.45 bis 2.50 Uhr vergeblich nach dem Täter (30-35 Jahre, 1,90 m groß, „Irokesenschnitt“, schwarze Jogginghose, blaues Poloshirt). Das LKA 7 (Staatsschutz) ermittelt weiter.
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