Bünabe Hennings auf Präventionstour

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Jürgen Hennings vom PK 34 zeigt auf den Rollzapfen am Fenster, der leicht nachzurüsten ist Foto: oj
Hamburg: Langenhorner Markt |

Informationen zu Diebstahlschutz im persönlichen Gespräch in Langenhorn

Von Olaf Jenjahn
Langenhorn
Einmal im Monat stehen der Stadtteilpolizist Jürgen Hennings und seine Kollegen vom Polizeikommissariat 34 in der Haspa-Filiale am Langenhorner Markt und informieren (nicht nur) die Kunden über die unterschiedlichsten Möglichkeiten, nicht zum Opfer eine Straftat zu werden. „Wir wollen präventiv tätig werden und den Bürgerinnen und Bürgern helfen. Dabei greifen wir auch aktuelle Trends auf“, sagt Hennings.

„Falsche Polizeibeamte“


Neben den „Dauerbrennern“ wie Einbruchsicherung und Vorkehrungen vor Taschendiebstahl spielt in diesen Tagen das Thema „Falsche Polizeibeamte“ eine große Rolle (das Wochenblatt berichtete). „Diese sind vermehrt in Langenhorn und Fuhlsbüttel angetroffen worden. Vielen, gerade älteren Menschen ist nicht klar, wie sie sich richtig verhalten sollen“, sagt der „Bünabe“, der Bürgernahe Beamte und erzählt von einem 91-jährigen Mann, der fünf, sechs Mal von den Betrügern angerufen wurde. „Er hat alles richtig gemacht und zog die Polizei hinzu“, ergänzt Hennings. Für die richtige Reaktion auf solche dreisten Anrufe (Hennings: Es wird teilweise regelrechter psychischer Druck ausgeübt) hat die Polizei Hamburg ein Infoblatt herausgegeben, dass bei den Besuchern des Präventivstandes auf großes Interesse stößt. Jürgen Hennings fasst die wichtigsten Punkte zusammen: „Keine Bankdaten preisgeben. Die Polizei wird niemals Daten dieser Art verlangen. Auch setzt die Polizei niemanden unter Druck, Ermittlungsbehörden zu unterstützen oder fordert keine Bürger auf, Geld vom Finanzinstitut abzuholen und an vermeintliche Polizisten zu übergeben“.

„Bünabe“ Hennings gibt Tipps


Im Gespräch mit den Bürgern wird dem „Bünabe“ Hennings auch oft die Frage gestellt, wie sich die Menschen vor Einbrüchen in die eigenen vier Wände schützen können. „Einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Aber den Einbrechern kann ihr Tun natürlich deutlich erschwert werden“, sagt Hennings. Ortsansässige Unternehmen präsentieren in diesem Rahmen regelmäßig Sicherheitslösungen für Haus und Wohnung. Dabei müssen es nicht immer kostenintensive Lösungen wie komplett neue Fenster und Türen sein. „Zum Beispiel können oftmals die normalen Rollzapfen von Fenstern und Terrassentüren gegen Pilzkopfregelungen ausgetauscht oder Scharniersicherungen an Türen nachgerüstet werden“, sagt Jürgen Hennings. Sicherheit in der Wohnung oder im Haus sollte also keinesfalls eine Frage des Geldes sein. Für alle Fälle – sowohl für das Auftreten der falschen Polizisten als auch für den Schutz vor Einbruch und Diebstahl – hat der „Bünabe“ noch einen Tipp parat: „Eine gut funktionierende Nachbarschaft sorgt ebenfalls für eine sichere Umgebung“. Gerade wenn man durch Urlaub oder Krankheit längere Zeit abwesend ist, hilft es, mit den Nachbarn „zusammenzuarbeiten“.

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