Dunkle Jahreszeit lockt Einbrecher

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Stadtteilpolizist Thomas Wieben zeigt, wie man sich vor Einbrechern schützen kann Foto: nik

Hamburgs Stadtteilpolizisten bieten kostenlose Beratung

Hamburg-Langenhorn Um eine Tür aufzubrechen, benötigen Profis nur wenige Sekunden. Und die Einbrecher kommen nicht nur in der Dunkelheit. Auch tagsüber, wenn alle Anwohner zur Arbeit sind. In Langenhorn wurden jetzt zwei Wohnungsaufbrüche gemeldet. Grund genug für Stadtteilpolizist Thomas Wieben noch einmal auf Sicherheitsmaßnahmen hinzuweisen. In der vergangenen Woche machten sich Einbrecher gleich zwei Mal ans Werk. Einmal stiegen sie im Stockflethweg durch das Wohnzimmerfenster ein. Dies zerschlugen sie mit einem Stein. Es wurden Schmuck und Wertsachen entwendet. Einen Tag zuvor kamen die Einbrecher durch ein „auf Kipp“ stehendes Badezimmerfenster in die Wohnung am Eberhofstieg. Damit man auf Nummer sicher gehen kann, sollte man ein paar Tipps beherzigen. Stadtteilpolizist Thomas Wieben rät: „Wer einen abschließbaren Fenstergriff hat, sollte den auch nutzen.“ Das bedeutet: Schlüssel umdrehen und auch abziehen. Damit kann man sich zumindest davor schützen, dass Einbrecher das Fenster einschlagen, durchlangen und am Griff das Fenster öffnen. Einen Schutz vor dem Aufhebeln bietet der abschließbare Griff aber nicht. Um ein Standard-Fenster ohne Sicherung zu öffnen, brauchen Einbrecher nur Sekunden. Doch ihre Arbeit kann durch sogenannte Pilzkopf-Verriegelungen im Rahmen das Aufbrechen erschweren oder gar unmöglich machen. Auch ein Stangenverschluss für oft genutzte Fenster wie in der Küche oder Badezimmer kann schützen. Wieben: „Nur durch Zusatzsicherungen kommt Sicherheit.“ Gerade jetzt in der dunklen Jahreshälfte orientieren sich Einbrecher an Lichtquellen und Bewegung in Häusern und Wohnungen. Eine Lampe ins Fenster zu stellen bringt da wenig, so der Stadtteilpolizist. „Die Wohnung sollte bewohnt erscheinen. Dazu kann man Lichtquellen wie den Fernseher nehmen.“ Auch rät der Polizist dazu, Nachbarn zu informieren, wenn man das Haus mal länger verlässt. In den kommenden Wochen verteilen Wieben und seine Kollegen Flyer im Stadtteil, auf denen sie vor Einbrecher warnen und Tipps zu Sicherung von Wohnungen geben. Die Langenhorner Beamten übernehmen auch Beratungsgespräche vor Ort. Wer sich detailliert informieren möchte, sollte die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle an der Caffamacherreihe besuchen. (nik)

Die Polizei vergibt Termine von montags bis freitags in der Zeit von 10 bis 16 Uhr unter Telefon 040/428 67 07 77

Die Polizei rät:
- Ein Licht im Fenster schreckt nicht ab – lieber verschiedene Lichtquellen wie beispielsweise Fernseher im Haus anlassen
- Fremde Menschen wegschicken und nicht die Tür öffnen. Wer hat, sollte eine Kette oder Sperrriegel vorlegen und dann erst öffnen
- Nachbarn informieren, wenn man mal ein paar Tage nicht zu Hause ist. Der kann den Briefkasten dann kurzfristig leeren und nach dem rechten schauen
- Fenster und Türen durch verschiedene Maßnahmen sichern. Dabei ist auch ein Nachrüsten für Fenster möglich
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