Aufstieg für TuRa?

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TuRa-Spitzenspielerin Luise Diederichs Foto: Maibom

1. Schachliga als Gedankenspiel

Norderstedt Die Schachspielerinnen von TuRa Harksheide haben sich die Vizemeisterschaft in der 2.Bundesliga gesichert. Die Harksheiderinnen hatten ein total verrücktes Saisonfinale vor sich. Zwei Partien waren in der Liga noch zu absolvieren. Bis auf den vor den Spielen als Meister feststehendem Doppelbauer Kiel konnten alle anderen sieben Teams noch absteigen. Mittendrin als Fünfter: TuRa Harksheide. Wie eigentlich jedes Jahr hatte Trainer Eberhard Schabel das jüngste Team der Liga ins Rennen geschickt. Luise Diederichs, Carina Brandt, Nathalie Wächter, Inken Köhler, Emily Rosmait und Anna-Lena Schramm sind noch viel zu jung für den Autoführerschein. Ohne die Unterstützung der Eltern kommen sie gar nicht zu den Punktspielen oder zum Training.
Die Vorgabe vor den letzten beiden Partien war einfach. Mindestens ein Sieg musste her, um den Klassenerhalt zu schaffen. „Gewinnen wir sogar beide Partien, dann können wir sogar Vizemeister werden“, schaute Schabel voraus.
Doch vor den ersten Sieg hatte der Oberschiedsrichter den TuRa-Mädchen eine schwere Last aufgebürdet. Weil Schabel es versäumt hatte, auf der Verbandsseite statt des üblichen TuRa-Vereinsheims die Mensa des Coppernicus-Gymnasiums als Spielort anzugeben, wurden dem Ausrichterinnen in der Partie gegen den SV Wattenscheid jeweils 30 Strafminuten aufgebrummt. Nur eine statt der üblichen anderthalb Stunden Bedenkzeit hatte jede TuRa-Spielerin. „Die Mädchen haben das phantastisch gelöst“, lobte Schabel sein Team. Inken Köhler und Anna-Lena Schramm siegten, Luise Diederichs, Nathalie Wächter und Emily Rosmait spielten Remis. Nur Annika Evers musste sich der Zeitnot und ihrer Gegnerin beugen.
Der Sieg für den Klassenerhalt war geschafft. Doch die TuRa-Mädchen legten nach. Gegen den Tabellenzweiten SV Mülheim Nord gewannen sie ebenfalls 3.5:2.5 und verdrängten den Gegner noch vom zweiten Tabellenplatz. „Verzichtet Meister Kiel traditionell auf den Aufstieg, würden wir gefragt werden, ob wir in der 1.Bundesliga antreten wollen“, weiß Schabel. Für Spitzenspielerin Luise Diederichs ein reizvolles Gedankenspiel. „Mich würde es schon reizen, mich einmal mit den Erstligaspielerinnen zu messen“, sagt die Spielerin von Brett Nummer eins bei TuRa Harksheide. (tm)
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