Blitzschach in Hamburg

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Viel zu spielen hatten die Teams bei der norddeutschen Mannschaftsmeisterschaft im Blitzschach. Aus Norderstedt waren zwei Teams dabei, TuRa Harksheide (wurde am Ende 21.) und der SK Norderstedt, der Sechster wurde Foto: Maibom

TuRa Harksheide reagierte für Teilnahme blitzschnell

Von Thomas Maibom
Norderstedt
Schachspielern sagt man im Allgemeinen eine gewisse Bedächtigkeit nach. Dass es auch ganz anders geht, zeigten 29 Teams am Sonntag in Hamburg. Dort wurden die Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaften im Blitzschach ausgetragen. Mit dabei ein Team vom SK Norderstedt und eines von TuRa Harksheide. Blitzschach ist eine recht „hektische“ Variante des Denksports. Normalerweise sind die Spiele nach fünf bis zehn Minuten bereits vorbei. Mindestens genauso flink ging es bei TuRa Harksheide zu, um an den Titelkämpfen teilnehmen zu können. „Am Vortag der Meisterschaften hatte der Lübecker SV abgesagt. Innerhalb von zwei Stunden habe ich eine Mannschaft zusammen telefoniert“, erzählt TuRa-Abteilungsleiter Eberhard Schabel. 19 Stunden vor Beginn der Titelkämpfe hatte er seine fünf Spieler zusammen.

Wechselspieler wichtig


Auch wenn nur vier Spieler pro Runde eingesetzt werden, empfiehlt es sich, einen oder zwei Wechselspieler bei solchen Wettbewerben dabei zu haben, gespielt wird im Modus „Jeder gegen jeden“. 28 Partien kamen so für jede Mannschaft zusammen, über sieben Stunden dauerte die Norddeutsche Meisterschaft. Henrik Meyer, Kapitän der „Impro-Teams“, steckte für TuRa die Ziele der Meisterschaften nicht hoch. Nicht Letzter werden, wolle man. Am Ende reichte es für Platz 21 unter 29 Mannschaften. Dabei ließen die Harksheider einige höher eingeschätzte Teams hinter sich und hatten keine Mannschaft mit einer niedrigeren Vornote vor sich. Dieser 21. Platz ist also ein Erfolg für TuRa Harksheide. Mit höheren Ambitionen war das Team vom SK Norderstedt ins Rennen gegangen. „Wir wollen unter die besten sieben, um die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften zu erreichen“, sagte Kapitän Falko Meyer. Das gelang mit Platz sechs.

Knappe Angelegenheit


Aber es war eine ganz knappe Angelegenheit im Kampf um die Plätze sechs, sieben und acht. Drei Teams hatten am Ende 41:15 Mannschaftspunkte. Von diesen drei Teams hatten die Norderstedter mit 80,5 Brettpunkten die beste Unterwertung. Werder Bremen schaffte ebenfalls den Sprung zur Deutschen Meisterschaft im nordrhein-westfälischen Herford. „Von der Qualität der Spieler waren dies die besten Norddeutschen Meisterschaften seit Jahren“, resümierte Falko Meyer, für den auch noch ein weiterer Aspekt wichtig war: „Man trifft Leute, gegen die man schon seit 20, 30 Jahren spielt. Das ist wie ein Klassentreffen, bei dem man sich über alte Zeiten und neue Entwicklungen austauscht“, sagte Meyer. Das nächste findet am 10.Juli in Herford statt.
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