Cheerleader greifen nach den Sternen

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Die Freestyle Dance-Gruppe der Starlets: Ihre Kür wurde mit 40,2 Punkten benotet. Das zweitbeste Ergebnis aller Gruppen Deutschlands Foto: Maibom

Starlets vom SV Friedrichsgabe holen drei Titel beim Landes-Cup

Von Thomas Maibom
Norderstedt
Damit hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Mit drei Teams waren die Starlets vom SV Friedrichsgabe zu den gemeinsamen Landesmeisterschaften von Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nach Wilhelmshaven gefahren – mit drei Titeln im Gepäck zurück. Mehr noch: Alle drei Teams qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften. Silke Dreyer, in Personalunion Starlets-Abteilungsleiterin und Chef-Trainerin, hatte vor den Titelkämpfen wenig bescheidene Ziele ausgegeben. „Ich möchte mit zwei Teams zur DM“, hatte die erfahrene Cheerleaderin erwartet. Meistertitel standen standen dabei nicht zur Debatte. Denn für nationale und internationale Wettkämpfe sind zu erreichende Punkte die Qualifikationsnorm. Man kann also auch als Vizemeister oder Dritter der Titelkämpfe zur Deutschen Meisterschaft fahren, sollten nur die Punkte stimmen.

Zwei Duos an den Start

Die Vorgaben von Dreyer waren ein Vabanquespiel. Denn in einer Konstellation wie diesmal waren die Starlets noch nie zu einer Meisterschaft gefahren. Natürlich traten die Seniors als Gruppe, diesmal in der Klasse Freestyle Dance, an. Aber diesmal gingen auch zwei Duos an den Start. „Aber wir wollten gerade unseren Nachwuchs-Cheerleadern die Chance eröffnen, auch zu einer Meisterschaft zu fahren“, begründet Dreyer, warum die Starlets Neuland betraten. Denn die Junior Starlets werden in diesem Jahr neu aufgebaut und umfassen eine große Altersspanne von zehn bis 15 Jahren. Und die Regularien bei den Meisterschaften verbieten es, mit so großen Altersunterschieden gemeinsam als Gruppe zu starten.
So bildeten die Starlets mehrere Duos, übten mit ihnen, und siebten aus. Am Ende blieben Julia Niederspan und Lena Köster, die für die Titelkämpfe nominiert wurden. Sie traten in der Klasse Freestyle DoubleDance U17 an. Wenxi Chen und Laura Lemsky tanzten in der selben Klasse, aber bei den Seniors mit.

Dreimal pro Woche Training

Bis zu dreimal pro Wochen haben die Starlets für die Auftritte geübt. „Ich hoffe, die Wertungsrichter sehen, dass wir unsere Übungen mit Höchstschwierigkeiten gespickt haben“, schaute Dreyer auf die Meisterschaften. Vor zwei Jahren gab es viel Ärger, weil die Kampfrichter Norddeutschlands eine ganz eigenwillige Punkteauslegung bei der Bewertung an den Tag gelegt hatten. „Identische Vorträge aus anderen Landeverbänden hatten bis zu 20 Punkte mehr erhalten“, erinnert sich Dreyer. Angesichts der Tatsache, dass man mit rund 50 Punkten Deutscher Meister wird, ist das eine Menge Holz. Schulungen sollten einer Wiederholung vorbeugen.

EM-Qualifikation im Blick

Am Ende der Titelkämpfe in Wilhelmshaven durften alle Starlets mit ihrer Chef-Trainerin jubeln. Alle drei Teams durften sich über die großen Landesmeisterpokale freuen. Und alle drei hatten die Norm für die Deutschen Meisterschaften geschafft. Wenxi und Laura knapp mit 28,2 Punkten, 0,3 Punkte über der Norm, Lena und Julia deutlich (24,7, + 5,5) und die Gruppe setzte ein richtiges Ausrufezeichen. Ihre 40,2 Punkte sind das zweitbeste Ergebnis in Deutschland. „Wir waren die Letzten, die man aus der Halle rausholen musste“, erzählt die Trainerin. Ein Dankeschön ging an die rund 50 Fans, die mit in die Stadt an der Nordsee gekommen waren. Ein gutes Dutzend Mustangs, die American Footballer des SV Friedrichsgabe, waren mit von der Partie. Lautstark revanchierte sich das Team für die seit Jahren treue Unterstützung der Starlets bei den Punktspielen. Jetzt hat Dreyer die Deutschen Meisterschaften am 14. Mai in Dresden im Blick – und damit eine eventuelle Qualifikation für die EM in Zagreb.
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