DFB-Pokal: Eintracht Norderstedt verliert mit Applaus

Anzeige
Greuther Fürth musste hart arbeiten, um im Edmund Plambeck-Stadion als 4:1-Sieger gegen Eintracht Norderstedt vom Platz zu gehen Foto: Maibom

Die Kicker zogen sich gegen Zweitligist Fürth achtbar aus der Affäre

Von Thomas Maibom
Norderstedt
140.000 Euro plus die halben Zuschauereinnahmen und vier Gegentore kassierte Eintracht Norderstedt für das DFB-Pokal-Erstrundenmatch gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. 3650 Zuschauer wollten sich den Kampf David gegen Goliath nicht entgehen lassen, bei dem der Norderstedter Regionalligist lange mit dem Zweitligateam aus Bayern auf Augenhöhe agierte. Es war ein Pokalmatch mit Vorgeschichte. Fünf Tage vor dem Spiel hatte der Hamburger Verband Eintracht Norderstedt bei TuRa Harksheide im Oddset-Pokal antreten lassen. „Es ist unmöglich vom Verband, so unsere Vorbereitung auf das DFB-Pokalspiel zu stören. Wollen die nicht, dass ihr Verbandsvertreter die zweite Runde erreicht?“, schimpfte Eintrachts Trainer Thomas Seeliger auf die Hamburger Funktionäre. Wie viel Einfluss das 5:1 bei TuRa unter dem Strich auf das Spiel gegen Greuther Fürth tatsächlich nahm, wollte Seeliger nicht erörtern. „Ich habe schon genug über dies Thema gesagt“, meinte der Trainer nach der Partie. Vermutlich waren die Auswirkungen des TuRa-Spiels recht gering. Hier war die Eintracht in allen Belangen überlegen, ohne sich wirklich verausgaben zu müssen. Eigentlich war es ein nettes Einspielen für das große Pokalspiel. In dem präsentierten sich die Norderstedter hellwach, aber ein wenig zu unkonzentriert, um gegen die Bayern eine wirkliche Chance haben zu können. „In der ersten Halbzeit erspielt sich die Spielvereinigung genau eine Torchance und die macht sie rein“, kommentierte Norderstedts Mittelstürmer Jan Lüneburg die ersten 45 Minuten. Eintracht Norderstedt hatte selber keine Torchance erarbeiten können.

Eintracht erarbeitete sich Möglichkeiten


Das änderte sich im zweiten Durchgang. Greuther Fürth bekam ein paar Chancen, Norderstedt auch. Die Gäste nutzten ihre vierte, Norderstedt seine zweite. Einen schönen Freistoßtrick netzte Felix Drinkuth nach 81 Minuten von Halbrechts ein. Fünf Minuten später bekam Eintracht einen erneuten Freistoß auf Halblinks. Der gleiche Trick nochmal, Ball antippen, stoppen, Torschuss, doch diesmal schoss Jan Lüneburg knapp über das Tor. Gegen Spielende machten die Bayern dann noch zwei Tore, die den Sieg um genau diese beiden Treffer zu hoch ausfallen ließen. „Ob 1:2 oder 1:4 ist eigentlich egal“, kommentierte Thomas Seeliger die späten Treffer der Gäste. Er durfte mit dem Spiel seines Teams jedenfalls zufrieden sein. Eintracht Norderstedt spielte munter mit, versteckte sich nicht und bereitete den Gästen mehr Kopfschmerzen, als denen lieb sein konnte. Für die nächsten Punktspiele dürften die Norderstedter neben einem soliden Batzen Geld einen guten Motivationsschub mitgenommen haben. Davon wird sich der BSV Rehden an diesem Sonnabend überzeugen können. Die Fans daheim werden sich bis zum 4.September gedulden müssen, um zu sehen wie viel Schwung die Norderstedter mitgenommen haben. VfV Borussia Hildesheim wird ab 14 Uhr im Edmund Plambeck-Stadion gastieren.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige