Ein Leben für den Tanz

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Melissa Ortiz-Gomez begeistert die Kinder mit ihren Tanzkursen Foto: oj
 
Profitänzerin Melissa Ortiz-Gomez lässt beim SCALA Mädchenträume wahr werden Foto: oj

Profitänzerin Melissa Ortiz-Gomez lässt beim SCALA Mädchenträume wahr werden

Von Olaf Jenjahn
Langenhorn
Es ist kurz vor 15 Uhr, die drei- und vierjährigen Mädchen haben bereits einen langen Tag hinter sich. Doch auf das Tanzen und auf Melissa Ortiz-Gomez freuen sich die Kleinen. Sie zeigen ihrer Übungsleiterin ihre „Schätze“, egal ob es die bunten Trinkflaschen, T-Shirts oder ein Kuscheltier ist, dass heute auch mit zur Sportstunde mitgekommen ist. Emely schaut etwas verträumt und gähnt herzhaft, schnell kommt Jonne als letztes Mädchen zum Tanzkurs. Nun kann es endlich losgehen. Melissa Ortiz-Gomez schaltet die Musik ein und schon ist die Müdigkeit verflogen. Die Mädchen bewegen sich, klatschen und wackeln mit dem Popo. „Hopsen kann ja jeder“, ruft Melissa in die Menge. Die Mädchen quieken vor Freude.

„Let’s Dance“-Tänzerin

Melissa Ortiz-Gomez ist Tanzlehrerin und nicht gerade unbekannt. Die heute 34-Jährige tanzte von 2010 bis 2013 in der RTL-Sendung „Let’s Dance“ und gewann den Wettbewerb 2013. Die Profitänzerin mit spanischen Wurzeln ist Hamburgerin und kam schon früh in den Genuss des Ballettunterrichts. Tanzen wurde schnell zur Leidenschaft, erste Erfolge stellten sich früh ein. Mittlerweile auch in den Standard- und Latein-Tänzen zu Hause, zog es sie nach dem Abitur in die weite Welt: Madrid, Rom, Barcelona, Los Angeles. „Für das Tanzen wäre ich bis ans Ende der Welt gegangen“, sagt sie und fügt hinzu: „Meine armen Eltern. Ich erinnere mich noch daran, dass mich mein Vater, als ich wieder in Deutschland war, nur mit einer Matratze bepackt nach Freiburg zu meinem Trainer fuhr“.

Isländische Meisterin

Hier arbeitete sie zweieinhalb Jahre mit ihrem isländischen Tanzpartner Gunnar Gunnarson und wurde mehrfache isländische Meisterin: „Es fühlt sich komisch an, für Island auf dem Treppchen zu stehen“, meint sie rückblickend. Seit 2008 ist Melissa Ortiz-Gomez Profitänzerin. „Ich lebe 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche für das Tanzen“, sagt die 34-Jährige. Sie gibt Privatstunden, arbeitet für Vereine und Tanzclubs, tanzt und moderiert auf Firmenveranstaltungen. Beim SC Alstertal-Langenhorn ist Melissa Ortiz-Gomez seit Oktober 2013 aktiv und hat hier eine kleine, aber feine Tanzabteilung aufgebaut. „Melissa ist ein Glücksfall für unsere Tanz-Abteilung. Sie ist durch ihre TV-Auftritte prominent, aber sie ist auch fachlich erstklassig. Sie kann die Tanzkinder sehr begeistern und konnte mit Kindern und Jugendlichen bereits erste Erfolge auf Tanzturnieren feiern. Die Betreuung der Tänzer bei SCALA liegt nicht nur in ihren Händen, sondern auch in den Händen ihrer ehemaligen eigenen Trainer Andrea und Frank Knief“, sagt der SCALA-Vorsitzende Andreas Brannasch.

Turnierpaare erfolgreich

Fünf erfolgreiche Turnierpaare hat SCALA im Amateurbereich am Start. „Wenn ich kann, betreue ich die Paare auch bei Turnieren“, sagt Melissa Ortiz-Gomez, die nach dem Leistungssport das Unterrichten des Tanzens für sich entdeckt hat. Beim SCALA steht der Montag ganz im Zeichen der sympathischen Tänzerin, gleich sechs Kurse – von den ganz kleinen Mädchen bis hin zu den Paaren und einem Extra-Kurs für Frauen – stehen auf dem Programm. „Alle Kurse sind etwas Besonderes. Gerade bei den Kindern möchte ich die Lust an der Bewegung fördern“, sagt die Übungsleiterin.

Disziplin und positive Einstellung

Wichtig sei ihr in der Arbeit mit den Kindern, dass diese lernen, sich zur Musik zu bewegen, ein Rhythmusgefühl entwickeln und die Motorik verfeinern. „Natürlich sollen die Kinder Spaß haben. Aber sie müssen auch erste Regeln einhalten und Disziplin und eine positive Einstellung zum Training haben“, sagt Melissa Ortiz-Gomez mit einem Lächeln und blickt auf die Mädchen. Und die wissen genau: Wenn Melissa vortanzt, wird nachgetanzt. Wenn getanzt wird, wird nicht geredet und getrunken wird nur in den Trinkpausen.Schnell geht an diesem Montag der erste Tanzkurs zu Ende. Es noch Süßigkeiten für jedes Kind, denn Hannah hatte Geburtstag. Die Vierjährige verteilt die Kleinigkeiten aus ihrer Box. „Auch das ist ein Ergebnis des Trainings. Die Kleinen entwickeln bereits in diesem Alter ein Teamgefühl“, freut sich Melissa Ortiz-Gomez, bevor die nächste Gruppe auf sie wartet und tanzen will.

Weitere Infos: www.scala-sportclub.de
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