Hamburger Hockeyclubs vor neuer Saison

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Rio-Bronzemedaillengewinnerin Charlotte Stapenhorst und der Uhlenhorster HC wollen in dieser Saison ihren Titel als Deutsche Feld-hockey-Meister verteidigen Foto: Maibom

Hockey-Bundesliga startet: Hohe Erwartungen und ungeschickter Spielplan

Von Thomas Maibom
Hummelsbüttel
Die Hamburger Hockeymannschaften haben zahlreiche olympische Bronzemedaillengewinner in ihren Kadern. Am kommenden Wochenende startet die Hockey-Bundesliga in die neue Spielzeit. Wirken die olympischen Spiele nach? Das höchste Ziel haben sich die Damen des Uhlenhorster HC gesetzt. Sie wollen nicht weniger als die Titelverteidigung. Ein geringeres Ziel würde bei diesem starken Kader auch nur unrealistisch sein. Mit Lisa Altenburg, Yvonne Frank, Marie Mävers, Janne Müller-Wieland, Katharina Otte, Charlotte Stapenhorst und Jana Teschke sind sieben Medaillengewinnerinnen aus Rio im Team, so viele, wie in keiner anderen Mannschaft in der Bundesliga. Hinzu kommen mit Helen Heitmann, Lena Michael, Marleen Müller, Feline Günther, Vivien Tahal fünf Nachwuchsnationalspielerinnen. Kein Kader in Deutschland ist, zumindest auf dem Papier, so gut besetzt. Der erneute Titelgewinn ist nahezu Pflicht. Etwas anders sieht es bei den Herren des UHC aus. Sie starten den 71. Anlauf, die Deutsche Meisterschaft zu gewinnen. In Rio wurden Nicolas Jacobi, Oliver Korn, Moritz Fürste und Florian Fuchs Bronzemedaillengewinner. Auf einen wichtigen Leistungsträger der letzten Jahre, Florian Fuchs, muss Trainer Kais al Saadi aber verzichten. Der ehemalige Welt-Hockey-Nachwuchsspieler des Jahres, wechselte in die Niederlande. Ebenfalls nicht mehr für die 1. Herren gehen Carlos Nevado und Jonas Fürste, zwei weitere Leistungsträger der letzten Jahre an den Start.
Aber schon bevor der erste Ball in der Bundesliga rollt, gibt es Ärger. Denn der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat einen, aus Hamburger Sicht, sehr ungeschickten Spielplan erstellt. Mit dem Uhlenhorster HC, Club an der Alster, Harvestehuder THC (HTHC) und Klipper THC bei den Männern und mit UHC, Club an der Alster, HTHC und dem Großflottbeker THGC bei den Frauen, spielen jeweils vier Hamburger Teams in der ersten Liga. Und alle acht Teams müssen entweder zugleich auswärts oder zu Heimspielen antreten. „Das macht wenig Sinn und ist bestimmt nicht zuschauerfreundlich“, sagt HTHC-Trainer Christoph Beckmann. So müssen am 17. und 18. September alle Hamburger Clubs auswärts antreten. Eine Woche später gibt es terminliche Überschneidungen bei den jeweiligen Heimspielen. Am 25. September kommt es im Zuge der Bundesliga-Ansetzungen auf der Anlage an der Wesselblek zu den Neuauflagen der Finalspiele um die Deutsche Meisterschaft. Um 13 Uhr spielen die Frauen des UHC gegen Rotweiß Köln, um 15.30 Uhr treffen bei den Männern ebenfalls beide Vereine aufeinander.
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