Kunststücke auf einem Rad

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Die Fahrerinnen des Norderstedter SV bei ihrer Kür „Elfenwald“. Sie belegten den dritten PlatzFoto: tm

Norderstedts Einradfahrer gehören zu den Landesbesten

Norderstedt/Langenhorn Bunt, quirlig und phantasievoll ging es vergangenes Wochenende in der Moorbekhalle zu. Die Einradfahrer Schleswig-Holsteins ermittelten in einem zweitägigen Wettkampf ihre neuen Landesmeister. Die Norderstedter waren dieses Jahr Gastgeber für die Titelkämpfe. Über 100 Einzel-, Duo- und Gruppenstarts gab es zu sehen. Und natürlich war der NSV auch mit eigenen Startern vertreten. Eine von ihnen ist Isabell Haase.

Eine Sportart, die nicht jeder kann


Die 18-Jährige Schülerin aus Langenhorn ist vor zwölf Jahren zum Einradsport gekommen. „Ich hab eine Vorführung gesehen und wollte das auch machen. Ganz schnell wurde mir dann klar, das ist mein Sport“, erzählt Isabell. Ausprobiert hat sie verschiedene Disziplinen im Einradfahren. Am meisten macht ihr das Kür-Fahren Spaß. Die Kombination aus Kostümen, Musik und Choreografie begeistern die 18-Jährige. Und noch etwas findet sie am Einradfahren genial: „Es ist cool, etwas zu machen, was nicht jeder kann.“
Tricks wie der „Drag Seat“, bei dem während der Fahrt der Sattel vorn oder hinten auf den Boden fallen gelassen wird oder das „Hand Whell Walking“, bei dem die Füße von den Pedalen genommen werden und das Einrad mit der Hand vorwärts bewegt wird, gehören nun zu ihrem Repertoire. „Diese Tricks sind schwer zu lernen. Aber man braucht sie im Programm, weil auch die anderen Einradfahrerinnen diese Tricks zeigen“, weiß die Langenhornerin. Denn in den Einrad-Küren werden nicht nur die Präsentation, sondern auch die gezeigten Schwierigkeiten bewertet.
Bei den Titelkämpfen erreichte Isabell Haase mit ihrer „Atemnot“-Kür den dritten Platz in der Kategorie „Einzel Expert“. „Nur in der Expert-Klasse werden Landesmeister gekürt. In den Altersklassen gibt es Landesbeste“, erzählt NSV-Trainerin Kisten Häusler. Von denen hatte der NSV am Ende des Wochenendes eine ihn seinen Reihen. Hanna Czikowski siegte in der Klasse U12 vor Vereinskameradin Lea Bosse. Beide zusammen wurden Zweite der Klasse U13.
Und am Ende des langen Wochenendes voller faszinierender Einrad-Küren durften die komplette NSV-Meisterschaftscrew auftreten. Mit 18 Fahrerinnen stellte der NSV die größte Gruppe in der U30-Kategorie. „Wir hatten mit über zehn Jahren Differenz dabei die größte Altersspanne aller Gruppen“, erzählt Kirsten Häusler stolz. Platz drei gab es für den Vortrag „Elfenwald“.
Der NSV bietet vier Zeiten an, in denen geübt werden kann. Montags von 16 bis 18 Uhr in der Moorbekhalle, mittwochs in der Schule Pellwormstraße (18 – 19 Uhr), Donnerstags in der Halle Harkshörn (17 – 18 Uhr) und die Leistungsgruppe trainiert parallel dazu in der Halle Pellwormstraße. Ausprobieren kann man den Sport ab sieben Jahren. (tm)
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