Neue Technik für das beliebte Turnier

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Jürgen Schumacher, Organisator der Norderstedt Open, muss sich Gedanken um das beliebte Turnier der Luftgewehr- und Luftpistolenschützen machen Foto: tm

Schießsport in Norderstedt benötigt Veränderungen

Von Thomas Maibom
Norderstedt
Die Norderstedt Open sind eine beliebte Veranstaltung bei Druckluftschützen. Wenn überhaupt, dann sind nur hintere Plätze auf den Zuschauerbänken frei. Die Schützen werden lautstark angefeuert, Topschüsse beklatscht, bei Fehlschüssen kollektiv aufgestöhnt. Die Schützen danken das mit einer hohen Wettkampfqualität. Doch die Veranstaltung hat Probleme mit der neuen Technik, die auch vor dem Schießsport nicht Halt macht. Das Problem sind die elektronischen Schießanlagen, die immer mehr Einzug bei den Schützenvereinen halten. Und die drohen Organisator Jürgen Schumacher den Etat für die Veranstaltung zu verderben. „Bis jetzt war es so, dass sich Schützen, die an den Norderstedt Open teilnehmen wollten, bei mir gemeldet haben und Pappzielscheiben für die Qualifikation geordert haben“, sagt Schumacher. Pro Pappscheibe wurde eine bestimmter Betrag erhoben. So wurde rund ein Drittel der Preise, die im Rahmen der Open ausgeschüttet wurden, finanziert. Das restliche Geld fließt durch Sponsoren in die Kasse.
Die elektronischen Schießanlagen machen die Pappscheiben überflüssig. Keiner kann mehr kontrollieren, wie oft ein Schütze geschossen hat, um dann seine beste Serie bei Schumacher per Mail einzureichen. Bei guten Schützen, die ihre Qualifikation mit nur einer Serie erreichen, ändert sich beim Meldegeld nichts. Doch schwächere Schützen, die vielleicht fünf- oder sechsmal auf den Schießstand gehen, hätten dadurch einen Vorteil. Durch das geringere Meldegeld bräuchten sie dann nur noch eine Serie einsenden.„Noch haben wir Glück, dass viele Vereine Scheibenzuganlagen, auf denen auf herkömmliche Pappscheiben geschossen wird, für Schützenfeste betreiben. Doch wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das in Zukunft mit dem Meldegeld regeln“, sagt Schumacher. Eine Idee geht in Richtung Barcodes. Doch das System funktioniert noch nicht universell genug. Für 2017 müssen sich die Schützen noch nach herkömmlicher Methode qualifizieren. „Wenn der eigene Verein schon komplett auf digitale Schießanlagen umgestellt hat und man partout bei den Norderstedt Open teilnehmen möchte, dann muss man für die Qualifikation eben mal ein paar Kilometer in den Nachbarort fahren“, sagt Jürgen Schumacher. Stimmung, starke Gegner und die den Siegern und Platzierten winkenden Preise rechtfertigen den Aufwand allemal. Und wer Jürgen Schumacher kennt, weiß, dass der schon viele konstruktive Gedanken über ein neues Meldesystem kreisen lässt, damit seine beliebte Veranstaltung zielgenau auf das 15-jährige Bestehen hinsteuern kann.
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