Norderstedt: Länderspiele vor der Haustür

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Marleen Müller (schwarzes Trikot) vom Uhlenhorster HC spielte mit der Deutschen U21 Hockeynationalmannschaft in Norderstedt gegen China Foto: Maibom

Uhlenhorsterin Marleen Müller mit Heimspiel

Norderstedt Kadermaßnahme mit kurzer Anreise. Die U21-Nationalmannschaft der Frauen trug zwei Hockey-Länderspiele in Norderstedt beim Hamburger SV gegen China aus. Mit dabei unter den prüfenden Blicken von Nationaltrainer Marc Haller war Marleen Müller vom Uhlenhorster HC. Die 20-Jährige stand unter besonderer Beobachtung wie so viele ihren Mitspielerinnen. Coach Haller muss aus dem 28 Spielerinnen umfassenden Kader fast die Hälfte streichen, wenn es im November zur U21-WM nach Santiago de Chile geht. So standen die Länderspiele gegen China unter einem besonderen Aspekt. Das erste Spiel endete 4:4 Unentschieden, das zweite gewannen die Deutschen 2:1. Mittendrin in beiden Spielen: Marleen Müller. Bundestrainer Haller verlangte viel von der 20-Jährigen, mal war sie in der Abwehr, mal im Mittelfeld und dann auch mal im Sturm zu finden. Für die UHC-Spielerin mehr eine abwechslungsreiche Herausforderung, denn eine vielfältige Belastung. Denn, um Hockey bester Qualität zu lernen, ist sie vom Großflottbeker THC zum UHC gewechselt. „Wir haben unglaublich viele aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen im Team. Unser Training ist immer ein Kräftemessen mit den Besten Deutschlands. Da kann ich als junge Spielerin nur lernen“, sagt Marleen Müller. Die letzte Hallenhockeyrunde war für sie ein echter Glücksfall. Wegen der unglücklich terminierten Weltmeisterschaften hatte der UHC komplett auf den Einsatz seiner Nationalspielerinnen verzichtet. Plötzlich musste die zweite Reihe mit Marleen Müller Verantwortung übernehmen. „Wir haben mit unserem Team, das mit Spielerinnen der zweiten und dritten Damen ergänzt worden war, nur knapp an den Playoffs verpasst“, berichtet die U21-Nationalspielerin. Wissen, das sie beispielsweise bei der U21-Nationalmannschaft zeigen durfte und um die Marc Haller dankbar war. „Andere Nationen wie China, Indien oder Neuseeland haben uns gegenüber athletische Vorteile, weil sie ihre Teams in Camps gemeinsam trainieren lassen. Wir müssen das mit Spielwitz wett machen“, sagt Trainer Haller. Ob die wieselflinke Blondine mit zur WM nach Santiago de Chile darf, wollte Bundestrainer Marc Haller nach den Spielen in Norderstedt nicht verraten. Es stehen noch fünf weitere Kadertermine an, bevor es Ende November nach Südamerika geht. Und dann ist da ja auch noch die Bundesliga. Der UHC hat am letzten Spielwochenende die Chance, das Final Four um die Deutschen Meisterschaften zu erreichen. Die Hummelsbüttelerinnen sind Titelverteidiger. Letztes Jahr gewann der UHC mit 4:0 gegen den Münchener SC. Diesmal müssen sie für die Play Offs weiter reisen. Die finden nämlich in Mannheim statt. (tm)
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