Endlich gute Ganztagsschulen - Volksini braucht 10.000 Unterschriften

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Seit August letzten Jahres sind (fast) alle Grundschulen Ganztagsschulen geworden, d. h. die Kinder im Ganztagsbetrieb halten sich dort mindestens bis 15 Uhr (teilweise bis 18 Uhr) auf. Die Schulen sind dafür aber häufig nur unzureichend ausgestattet. Das will die Volksinitiative GUTER GANZTAG ändern. Aber nicht nur Grundschulen, sondern auch Gymnasien, Stadtteilschulen und Förderschulen sollen besser ausgestattet werden.

Wenn es dann Ganztagsschulen gibt, so meint die Initiative, dann müssen sie auch entsprechend ausgestattet sein. Der Fokus liegt hierbei darauf, dass die Ganztagsschulen kindgerecht sind. Im Vorfeld gab es zahlreiche Versuche u.a. von Eltern, Landeselternausschuss, Elternkammer eine bessere Ausstattung der Ganztagsschulen zu erreichen – vergebens. Der Schulsenator hatte zudem in einer Presseerklärung mitgeteilt, bei den von den Eltern vorgetragenen Problemen handele es sich um Startschwierigkeiten, dabei sind viele Schulen schon längere Zeit Ganztagsschulen. Der Senat hatte durch den flächendeckenden Ausbau der sogenannten GBS-Schulen (dort organisiert die Nachmittagsbetreuung durch einen externen Träger z. B. Kita oder Sportverein) die Zahl der Ganztagsschulen deutlich erhöht. Aber auch an den GTS-Grundschulen und den weiterführenden Ganztagsschulen reicht die Ausstattung nicht.

Neben einer besseren Personalausstattung, fordert die Initiative bessere Räume, und gesundes Essen. Die Initiative möchte, dass Kinder den Nachmittag sich nicht nur in den Klassenräumen aufhalten müssen. Hier muss es zum Beispiel einen Toberaum und einen Ruheraum geben. Einfach nur ein Sofa ins Klassenzimmer zu stellen macht aus Sicht der Initiative einen Klassenraum noch nicht zu einem Ort, an dem sich Kinder den ganzen Tag aufhalten mögen. Auch das Außengelände sollte so beschaffen sein, dass es ein Ort für Kinder ist, an dem sie sich bis zum Nachmittag (z. T. bis 18.00 Uhr) aufhalten mag.

An etlichen Schulen gibt es noch keine Kantinen. Diese werden zwar gebaut, aber an vielen Schulen sind lediglich Aufwärmküchen vorgesehen. Gerade im Zeitalter des Fast-Foods, in dem Kinder zunehmend auch zu Hause weniger gesundes Essen bekommen, ist es nötig, dass die Schülerinnen und Schüler zumindest dort eine gesunde Mahlzeit erhalten. Zudem soll es am Nachmittag einen gesunden Snack geben. Auch die Ernährung ist für das Lernen wichtig.

Zentraler Punkt der Initiative ist eine bessere Personalausstattung, denn die ist derzeit zu knapp bemessen. Das zeigt sich z. B. in der Hausaufgabenbetreuung. Insbesondere fehlt qualifiziertes Personal.

Schließlich fordert die Initiative, dass alle Beteiligten an den Ganztagsschulen (Lehrer, Eltern, aber auch Erzieher und sonstige Mitarbeiter) bei wichtigen Entscheidungen über den Ganztagsschulbetrieb mit eingebunden sind - "Kooperation auf Augenhöhe" nennt das die Initiative.

Bis Oktober hat die Initiative nun Zeit mindestens 10.000 gültige Unterschriften zu sammeln. Unterschreiben darf jeder wahlberechtigte Hamburger, also ab 16 Jahren.

Die Initiative trifft sich am Donnerstag, den 7. Mai um 20.00 im Curiohaus (Rothenbaumchaussee 13, Hinterhaus)

Weitere Informationen und die Unterschriftenlisten zum Download) gibt es unter GUTER GANZTAG

Wer mithelfen möchte, die Ganztagsschulen zu verbessern, schreibe bitte an kontakt[at]guter-ganztag.de
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