“Geschichtsschreibung – Bibelreform – Kirchenpolitik. Der Hamburger Pastor Carl Mönckeberg (1807-1886)”

Wann? 18.03.2014 18:00 Uhr bis 30.05.2014 14:00 Uhr

Wo? Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg DE
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Hamburg: Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85 | Ab 18.03.2014 präsentiert die Bibliothek die Ausstellung “Geschichtsschreibung – Bibelreform – Kirchenpolitik. Der Hamburger Pastor Carl Mönckeberg (1807-1886)”. Diese dokumentiert Mönckebergs historisches und politisch-publizistisches Schaffen als Theologe, Historiker und Pastor der St. Nikolai Kirche in Hamburg.

Ausstellungseröffnung durch Bischöfin Fehrs

Die Ausstellung wird am Dienstag, 18.03.2014, 18 Uhr, in Anwesenheit von Kirsten Fehrs, Bischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland, eröffnet.

Als 1863 eine „Märzfeier“ zum Gedenken an die „Völkerschlacht“ von 1813, speziell an hamburgische Geschehnisse aus den „Befreiungskriegen“ bevorstand, trat Pastor Mönckeberg dem zu erwartenden Überschwang mit der nüchternen Schrift „Hamburg unter dem Drucke der Franzosen“ entgegen; eine Kapitelüberschrift wies darauf hin, dass Hamburg 1811 bis 1814 „eine französische Stadt“ gewesen war; so manche „patriotischen“ Politiker und „hanseatischen“ Kämpfer wurden in ein ambivalentes Licht gesetzt. – Mönckeberg war nicht nur Stadthistoriker. Rastlos setzte er sich für die Verbreitung von Bibeln ein, für den Wiederaufbau der 1842 niedergebrannten Nikolaikirche; er war Mitgründer der Hamburger Inneren Mission, beteiligte sich engagiert am publizistischen Streit um die nach der weitgehenden Trennung von Staat und Kirche 1860 anstehende lutherische Kirchenverfassung und erhielt 1877 einen Ehrendoktor der Universität Leipzig für seine Verdienste um die Lutherbibelreform. 1864 wurde er Stellv. Vorsitzender des Vereins für Hamburgische Geschichte und nahm 1865-1867 die Geschäfte des Vorsitzenden dort wahr. Carl Mönckeberg, der Vater des „großen“ Bürgermeisters Johann Georg Mönckeberg (1839-1908), war ein orthodoxer, gleichwohl eigenwilliger Lutheraner, ein engagierter Konservativer, von patriarchalischer Fürsorglichkeit gegenüber den Minderbemittelten erfüllt, mit der fest umrissenen Vorstellung von einem Niedergang des Zeitalters und den Möglichkeiten eines vor allem kirchlichen Wiederaufstiegs.

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16, Fr 9-14 Uhr (Laufzeit der Ausstellung bis 30.05.2014)
Eintritt frei!
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