Hamburger Politiker als DDR-Spione im Kalten Krieg

Wann? 31.03.2016

Wo? Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg DE
Anzeige
Bildnachweise: © Hamburger Morgenpost / Erika Krauß © Staatsarchiv Hamburg, Conti-Press © www.mediaserver.hamburg.de / Christian Spahrbier
Hamburg: Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85 | Im Jahr des 25. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung zeigt die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität die Ausstellung „Hamburger Politiker als DDR-Spione im Kalten Krieg“.

Ausstellungseröffnung am 3. November 2015, 18 Uhr

Laufzeit der Ausstellung bis 31. März 2016

Spionage-Hochburg Hamburg

Spionage – Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln oder politische Kriminalität? Zehn Partei- und Verbandspolitiker in der alt-bundesrepublikanischen Spionage-Hochburg Hamburg, teils Abgeordnete, neun Männer und eine Frau (der älteste war Jahrgang 1915, einige leben noch), versorgten das Ostberliner „Mielke-Ministerium“ und die Nationale Volksarmee zwischen 1947 und 1990 mit Details vor allem über Hamburger Parteien und Gewerkschaften, aber auch über Polizei und Atomwirtschaft, über linke Studenten und „Republikflüchtlinge“. Der DDR fiel die Legitimation dieser Informellen Mitarbeiter nicht schwer – um heldenhafte „Tschekisten“ handele es sich (in der Tradition der frühsowjetischen Geheimpolizei), gar um „Kundschafter des Friedens“.

"Kundschafter des Friedens"?

Und die Realität? Boten die Hamburger sich an, wurden sie geworben oder gar gepresst? Dienten sie dem Frieden oder einem Unrechtsstaat, oder aber frönten sie auf einem Abenteuerspielplatz ihrem Ego? Wie flogen sie auf, wie sahen sie sich von ihren Organisationen, von den Medien, von der Justiz behandelt, oder – soweit sie vor 1990 „aus dem Operationsgebiet BRD zurückgezogen“ wurden – vom SED-Staat?

Ausstellungsbegleitband

Die Ausstellung zeigt ein Kapitel Hamburger Geschichte im Kalten Krieg, aber auch einiges aus der Bandbreite zeitlos-menschlicher Verhaltensmuster der Spionage. Der reich illustrierte Begleitband bettet die Geschehnisse in größere Zusammenhänge ein, reflektiert Grundsätzliches zum Thema „Spionage und Politik“, bietet politische Kurzbiographien der Protagonisten sowie viele bislang unbekannte Dokumente – nicht zuletzt aus der Berliner „Gauck-Behörde“.
Kurator der Ausstellung: PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg

Den Ausstellungsflyer und weitere Informationen zu dem umfangreichen Begleitprogramm finden Sie hier.

Öffnungszeiten: Mo-Do 9-16 Uhr, Fr 9-14 Uhr (an Feiertagen geschlossen)
Laufzeit der Ausstellung: 3. November 2015 bis 31. März 2016
Der Eintritt ist frei.

Barrierefreier Zugang
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige