Luther und die Juden

Wann? 01.06.2017 bis 17.06.2017

Wo? Robert-Schuman-Brücke 1, Robert-Schuman-Brücke 1, 22041 Hamburg DE
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Ausstellung in der Christus-Kirche Repro: wb
Hamburg: Robert-Schuman-Brücke 1 |

Ausstellung in der Christus-Kirche Wandsbek

Wandsbek „Martin Luther war nicht nur ein genialer theologischer Denker, Liederdichter und mutiger Reformator der Kirche, sondern auch ein vehement antijüdischer Kirchenmann“, sagt Richard Hölk, Pastor an der Christus-Kirche Wandsbek. Anlässlich des Reformationsjubiläums zeigt die Christus-Kirche vom 1. bis 19. Juni eine Ausstellung, die sich mit Luthers Judenfeindlichkeit auseinandersetzt. Zwar wechselte die Tonlage seiner Auseinandersetzung mit dem Judentum im Laufe seines Lebens, doch Luthers Grundhaltung blieb Zeit seines Lebens dieselbe: Er hielt den jüdischen Glauben für verblendet und die Juden – nach dem Teufel – für die größten Feinde des Christentums. „In seiner übelsten antijüdischen Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ ruft der Reformator sogar ausdrücklich dazu auf, Synagogen und Häuser der Juden zu zerstören, ihre Gebet- und Talmudbücher zu verbrennen, die Juden zu entrechten und, als letzte Möglichkeit, sie zu vertreiben“, so Hölk. Wie kann Luthers Judenfeindschaft verstanden werden? Was ist ihr Kontext? Kann man sie als Entgleisung bewerten, war sie schlicht zeitbedingt oder weist sie auf Grundprobleme der reformatorischen Theologie hin? Damit setzt sich die Ausstellung auseinander, die im Referat für ChristlichJüdischen Dialog der Ev.-Luth. Nordkirche konzipiert wurde. (wb)
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