Raum für Kreativität im Alter

Wann? 29.03.2017 bis 19.04.2017

Wo? Schloßstraße 60, Schloßstraße 60, 22041 Hamburg DE
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Das Bild „Sonnenblume“ (Acryltechnik)) von Bärbel Morschek. Die 77-Jährige aus dem Max Brauer Haus ist seit drei Jahren in einer Malgruppe. Morschek: Ich mag meine Bilder oft nicht leiden, andere finden sie toll Foto: Grewe
 
Das Bild „Tulpen“ von Paula Heimfling (82) aus dem Matthias-Claudius-Heim Foto: Grewe
Hamburg: Schloßstraße 60 |

Senioren stellen im Bezirksamt Wandsbek ihre Arbeiten aus und überzeugen

Von Elke Grewe
Wandsbek
„Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an…“ Das ist einer der Erfolgsschlager von Udo Jürgens und ihn beherzigen heute immer mehr Senioren: Sie drücken die Bänke in Hamburgs Hörsälen, erkunden ferne Länder, ja, und sie entdecken das Hobby Malen für sich als erfüllende Freizeitgestaltung. Was dabei herauskommt, zeigt jetzt die Ausstellung des Bezirks-Seniorenbeirates Wandsbek. „Malen muss nicht immer Kunst sein“: Unter diesem Titel werden bis Ende März zirka 50 Bilder der Generation 60plus im zweiten Obergeschoss des Bezirksamts Wandsbek zu sehen sein. Organisiert hat die Ausstellung der Wandsbeker Bezirks-Seniorenbeirat unter der Federführung von Adolf Gellers. Die Bilder sind in Senioreneinrichtungen entstanden. Zur Ausstellungseröffnung am Montag kamen der stellvertretende Bezirksamtsleiter Frank Schwippert, die Vorsitzende des Bezirks-Seniorenbeirats Inge-Maria Weldemann, Literatin und Kunstliebhaberin Angelika Wollermann und Initiator Adolf Gellers und einige Maler und Malerinnen begleitet von Kunstinteressierten. Bei Streuselkuchen, den die Bäckerei Rohlfs spendierte, wurde dann angeregt geplauscht und gestaunt.

Am Leben teilhaben


Frank Schwippert lobte in seiner Rede die Farbenpracht der Ausstellung: „Ich erfreue mich täglich, wenn ich an den bunten Bildern vorbeigehe.“ Begeistert zeigte sich auch Inge-Maria Weldemann: „Die Ausstellung ist ein Signal für die Vitalität der Generation 60plus. Und das alte Image von Seniorenheimen wird ad adsurdum geführt. Die Bilder sind Ausdruck für ein lebendiges Teilnehmen am Leben.“ Im Herbst vergangenen Jahres hatte Adolf Gellers vom Bezirks-Seniorenbeirat die Idee für die Veranstaltung. Angeregt hatte den 71-Jährigen eine Vernissage, in der Senioren ihre Bilder zeigten. Gellers: „Ich selber habe leider kein Talent zum Malen, sehe mir aber gern Bilder an. Und ich habe Freude am Organisieren.“ In einem ersten Schritt hat Gellers 48 Senioreneinrichtungen in Wandsbek angeschrieben. Die Resonanz war großartig. Elf Senioreneinrichtungen haben spontan zugesagt. Die Auswahl hat Gellers den Einrichtungen überlassen.

Schönes Hobby


Für den Seniorenbeirat ist die Ausstellung wichtig, um Senioren anzuregen, im Malen ein neues Hobby zu finden. „Malen bedeutet auch ein Stück Freiheit in einem Alter, wo die Handlungsfähigkeit immer stärker eingeschränkt wird, wo man angewiesen ist auf die Hilfe anderer. Hier wird man wieder zum Handelnden, Gestaltendem“, so resümiert Kunstliebhaberin Angelika Wollermann. Aus folgenden Einrichtungen werden ein oder mehrere Bilder von Seniorinnen und Senioren gezeigt: Malteserstift St. Elisabeth, Mathilde-Zimmer-Stiftung e.V., Hospital zum Heiligen Geist, Senioren- und Pflegeheim Margaretenhof, Matthias-Claudius-Heim, Max Brauer Haus, Pflegen & Wohnen Farmsen, Pflegen & Wohnen Husarendenkmal, Senioren- und Therapiezentrum Rahlstedter Höhe GmbH, Theodor-Fliedner-Haus, Gast- und Krankenhaus. (eg)

„Malen muss nicht immer Kunst sein“: Die Ausstellung wird im Bezirksamt Wandsbek, Schloßstraße 60 auf der Ausstellungsfläche im 2. Obergeschoss gezeigt. Sie ist für Besucher geöffnet bis 30. März, montags bis mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr, freitags von 8.30 bis 13 Uhr
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