Vortrag über Napoleon und die Leuchttürme der Nordseeküste in der Bibliothek der HSU

Wann? 30.11.2016 18:00 Uhr

Wo? Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85, Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg DE
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Die Abbildung zeigt den englischen Leuchtturm auf Helgoland hinter der alten Kohlenblüse (Archiv: Reinhard Scheiblich).
Hamburg: Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität, Holstenhofweg 85 | Die Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität lädt herzlich ein zu einem Vortrag von PD Dr. Helmut Stubbe da Luz, Hamburg: Cuxhaven im Dunkeln, Helgoland strahlt. Napoleons Kontinentalsperre (1806-1813/14) und die Leuchttürme der Nordseeküste.

Leuchtfeuer im Zusammenwirken unterschiedlicher Machtinteressen

Die Entwicklung der Küsten-„Befeuerung“ ist stets nicht nur – langfristig – dem Stand der Technik, sondern auch – kurzfristig – widerstreitenden handelspolitischen und militärtaktischen Interessenlagen unterschiedlicher Mächte gefolgt: Wer wollte wem das Ankommen erleichtern oder im Gegenteil erschweren? Leuchtfeuer konnten erbaut und unterhalten, aber auch zerstört oder zumindest stillgelegt werden.

Napoleons Kontinentalsperre versus Küstenbefeuerung

In der Endphase des „Zweiten Hundertjährigen Kriegs“ zwischen England und Frankreich (1714–1814) bildete die deutsche Nordseeküste einen Teil des Frontverlaufs. Sie befand sich in französischer Hand, während die Seeherrschaft weiterhin England gehörte. Die Küstenbefeuerung, namentlich auch der Leuchtturm bei Ritzebüttel (Cuxhaven), wurde – vor dem Hintergrund großer französischer Zukunftspläne – einstweilen gestoppt, um die Kontinentalsperre „wasserdicht“ zu machen; britischerseits errichtete Trinity House, die Londoner Leuchtfeuerverwaltung, 1811 einen besonders leistungsfähigen Leuchtturm auf Helgoland: Dorthin wurden Unmengen an Schmuggelware verschifft, die dann auf „Schleichwegen“ das Festland erreichen sollten.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "Deutschlands Leuchttürme. Dokumente, Bilder, Texte", die bis 28.02.2017 in der Bibliothek der Helmut-Schmidt-Universität präsentiert wird. Der Eintritt ist frei.

Helmut Stubbe da Luz, Dr. phil. habil., Studium der Geschichte, Philosophie und Romanistik, Privatdozent (Neuere und Neueste Geschichte) an der Helmut-Schmidt-Universität. Vors. des Vereins für Geschichte des Weltsystems (VGWS), Hg. der Reihe Hamburg, Europa und die Welt (HEW), Buchveröffentlichungen zur Geschichte Norddeutschlands, insbes. Hamburgs, oft in größeren Zusammenhängen betrachtet.
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