170 Tonnen Schokolade sicher produziert

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Produktionsleiter Jens Kassel erklärt Cornelia Prüfer-Storcks den Arbeitsschutz bei der Herstellung von Schokoladenmasse Foto: sim
Hamburg: Am Neumarkt 20 |

Hamburg-Wandsbek: Europas größtes Schokoladenwerk setzt auf maximalen Arbeitsschutz

Von Siegmund Menzel
Wandsbek
Rund 170 Tonnen Schokolade werden täglich im Hamburger Werk der Nestlé Deutschland AG produziert. Die Süßigkeit verlässt als KitKat-Schokoriegel, Smarties, After-Eight-Täfelchen und Choco Crossies den Betrieb in Wandsbek. „Erfolgreich in die Zukunft für Konsumenten und Mitarbeiter“ – das ist der Leitsatz der Belegschaft am Standort in der Efftingestraße. In der täglichen Arbeit gehe es darum, die Qualität der Produkte, die Arbeitssicherheit und die individuelle Gesundheitsquote auf dem hohen Niveau zu halten beziehungsweise noch zu verbessern, erklärte Factory Manager Arturo Galvan vergangenen Montag im Beisein von Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz. Die Politikerin besuchte das größte Schokoladenwerk in Europa, sprach mit Mitarbeitern, besichtigte die Masse-Herstellung und die neue KitKat-Produktionslinie. Sie erhielt dabei Einblicke in die Abläufe des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung. Schon bei der Begrüßung am Werktor und vor allem in den Produktionshallen konnte sie sich von den strengen Sicherheits- und Hygienerichtlinien für Besucher überzeugen.

830 Mitarbeiter

Arbeitssicherheit sei wichtig für die Kultur eines Unternehmens, betonte Arturo Galvan. Der 38-jährige Mann aus Mexiko ist seit Februar 2016 der Chef im Hamburger Werk der Nestlé Deutschland, das 830 Mitarbeiter aus 34 Nationen beschäftigt. Der Betrieb verpflichte sich zur Vorbeugung von arbeitsbedingten Unfällen, Verletzungen und Krankheiten. Der Werkleiter berichtete, dass es in diesem Jahr bisher „keinen meldepflichtigen Unfall“ gegeben habe. Leitende Mitarbeiter informierten die Gäste über ein sogenanntes „Lernnest“, das Fortbildungen zu unterschiedlichen Themen ermöglicht, so auch im Bereich des Arbeitsschutzes. Dabei werden wesentliche Aspekte in kurzen Filmen vermittelt. Im März 2017 habe gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft ein zweitägiges Seminar zur psychischen Belastung und Beanspruchung in der Arbeitswelt stattgefunden. Die Werkleitung achte zudem auch auf Kleinigkeiten. So sollen Handläufe an Treppen benutzt werden, um nicht zu stolpern. Cornelia Prüfer-Storcks würdigte das Anliegen, bei der systematischen Gefährdungsbeurteilung auch immer psychologische Aspekte zu berücksichtigen. Diese Arbeitsweise sei beispielhaft. Das Werk habe ein ausgereiftes Arbeitsschutzkonzept entwickelt und umgesetzt. Arbeitssituationsanalysen würden helfen, Schwachstellen zu beheben. Hier werde Arbeitsschutz nicht für das Amt gemacht, sondern im Interesse des eigenen Unternehmens, meinte die Senatorin.
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