Einsatz für mehr Spielplätze in Wandsbek

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Die Kinder der „Tagesmutti“ Bettina Böttcher kommen fast täglich zum Spielen auf die „Blumenwiese“ Foto: sim
Hamburg: Josephstraße |

Junge Mütter kämpfen für ihre Kinder und schlagen Bezirksamt Standorte vor

Von Siegmund Menzel
Wandsbek
Junge Mütter aus der südlichen Umgebung des Wandsbeker Marktes haben sich mit einer Eingabe beim Bezirksamt für ihre Kinder stark gemacht. Sie setzen sich für eine „bessere Spielplatzsituation“ ein. In den vergangenen Jahren seien sehr viele junge Familien in die Gegend zwischen Hammer Straße, A24 und Robert-Schuman-Brücke/Rennbahnstraße gezogen. Der nächste zu erreichende Spielplatz liegt an der Jüthornstraße, für Kinderfüße sei der „zu weit entfernt, außerdem verschattet und nicht gepflegt“, heißt es in der Eingabe weiter. Die Mütter unterbreiten auch gleich Vorschläge für den Neubau eines Spielplatzes: an den Parkplätzen bei der Robert-Schuman-Brücke, am Husarendenkmal, in der Marienanlage, am Anfang des Wandsbeker Gehölzes oder auf dem Platz vor dem Rathaus. Das würde vielen Familien entgegenkommen.

Bezirk lehnt Vorschläge ab


Diese Standorte seien aus den unterschiedlichsten Gründen nicht zu realisieren, erklärte Baudezernent Arne Klein kürzlich während einer Sitzung des Hauptausschusses, der sich auch mit der Eingabe der Mütter beschäftigte. Die Verwaltung werde sich um weitere mögliche Standorte kümmern und sie prüfen, dann den Ausschuss für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz über die Ergebnisse informieren. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Wandsbek hat die Eingabe an den Umweltausschuss überwiesen.

Spielplatz „Blumenwiese“ an der Josephstraße erweitern?


Klein verwies in der Diskussion auf den Spielplatz „Blumenwiese“ an der Josephstraße ganz in der Nähe des Wandsbeker Marktes. Er sei für Kinder bis zu fünf Jahren geeignet, aber nicht so bekannt. Der Spielplatz wurde 2016 neu- und umgestaltet, im Jahr zuvor unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern aus dem Stadtteil geplant (das Wochenblatt berichtete). Die Max-Schmeling-Schule in Jenfeld hatte am Spielplatzschild mitgewirkt. Das Thema „Blumenwiese“ war Impuls und Ideengeber für die Auswahl der Spielgeräte, für Pflanzen und für die Gestaltung der etwa 420 Quadratmeter großen Spiel- und Freizeitfläche. Zum Verweilen laden zum Beispiel eine Blumenschaukel, Rutschen, eine Wippe, eine Gartenlaube, eine Kletterschnecke, eine Sandspielblume und diverse Bänke ein. Die Kinder der „Tagesmutti“ Bettina Böttcher aus der Rüterstaße kommen fast täglich zum Spielen auf die „Blumenwiese“. Sie ist „sehr zufrieden“ mit der Anlage. Derzeit werde geprüft, ob man den Spielplatz an der Josephstraße noch erweitern kann, Eigentumsfragen seien jedoch zu klären, betonte Klein. Immerhin stelle Hamburg für die Sanierung von Spielplätzen 2017 rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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