Gefährliche Gehwege in Hamburg

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Stürzte an der Rodigallee: Robyn-J. Schön macht den schlechten Zustand des Gehwegs für den Fall verantwortlich Foto: Kuchenbecker
 
Heimtückisch: Kanten an den Rändern der Fußwege. Echte Stolperfallen Foto: Kuchenbecker
Hamburg: Rodigallee |

Bürger melden dem Wochenblatt die Stolperfallen in ihrem Stadtteil – schreiben Sie uns ihre Erfahrungen

Von Nicole Kuchenbecker
Jenfeld
Unebene Fußgängerwege sind in Hamburg keine Seltenheit – doch wie gefährlich sie sein können, merkt man meist erst, wenn es zu spät ist. So erging es Robyn-J. Schön. Die 59-Jährige stürzte auf dem Rückweg von der Post. Sie brach sich den Unterarm, ist seit mehr als acht Wochen krank. „Ich hatte sofort starke Schmerzen“, sagt die Frau, die über unebene Gehwegplatten an der Rodigallee zu Fall kam, „und als ich meinen Arm anfasste, war es klar. Er war ganz hubbelig.“ Sie rappelte sich auf, ging in ihre nahegelegene Wohnung. „Ich muss irgendwie unter Schock gestanden haben“, sagt die Frührentnerin weiter. Dort kühlte sie erst einmal den Arm und bat den Nachbarn um Hilfe. Dieser brachte sie ins Krankenhaus, wo sie operiert werden musste.

Mehrfache Brüche

Trümmerbruch so die Diagnose. Bruch der Mittelhandknochen sowie der Speiche, dreifach. Hilfe hatte die Jenfelderin keine. Kein Autofahrer hielt an, kein Passant eilte zur Hilfe als die Frau am Boden lag. Und dass, obwohl gegen 17 Uhr die Straße am 7. März belebt war. Die Leasingfachwirtin kennt eigentlich die Unebenheiten des Fußgängerweges. Doch ein unvorsichtiger Tritt und schon war es passiert. Aber diese Unwegsamkeiten gibt es nicht nur an der Rodigallee.

Marode Gehwege in Jenfeld

Zahlreiche Wochenblatt-Leser haben uns auf die schlechten Zustände der Jenfelder Bürgersteige aufmerksam gemacht. Wie auch Erich Schmidt. Der Wochenblatt-Leser bemängelt, dass er sich selbst vor anderthalb Jahren an den zuständigen Wegewart gewandt und einen Gehwegschaden gemeldet hatte. Schmidt: „Im Schimmelmannstieg befinden sich zu den jeweiligen Grundstücken verlegte Gehwegplatten, die teilweise über Jahre hinweg durch schwere Baufahrzeuge und andere verkantet wurden und zu Stolperfallen mutierten. Bisher wurden nicht vorhandene Haushaltsmittel als Hinderungsgrund zur Beseitigung angeführt.“ Noch immer hofft der Anwohner, dass niemand vor seiner Tür zu Schaden kommt. „Auch meine Bitte, eine kleine Menge Grand zum Ausbessern des Gehweges vor meinem Grundstück abzusetzen, um in Eigenarbeit die vorhandenen Mängel zumindest teilweise zu beseitigen, wurde nicht aufgegriffen“, schreibt der Jenfelder weiter. Leser berichten auch über Mängel am Bekkamp, an der Görlitzer Straße, am Öjendorfer Damm.

Schreiben Sie uns

Wir suchen weiter nach unwegsamen Bürgersteigen, die einen Hindernislauf anmuten lassen. Die nicht nur beschwerlich für ältere Menschen, für Menschen mit Gehhilfen wie Rollatoren oder Unterarmgehstützen sind. Sie haben auch so etwas vor ihrer Haustür? Oder auf dem Weg zur Arbeit oder Schule? Dann schreiben Sie uns an. wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de

Das Hamburger Wochenblatt wird in den kommenden Wochen ein Verzeichnis erstellen, in dem wir alle Schäden eintragen, die unsere Leser uns mitteilen.


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