Großlohe: Gewerbe im Grünen?

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Der Rahlstedter Unternehmer Klaus-Peter Jebens Foto: rg

Investor Jebens stellt Planungsstand für Viktoriapark/Minervapark vor

Rahlstedt In der Diskussion über das interkommunale Gewerbegebiet Viktoriapark/Minervapark an der Hamburger Stadtgrenze zu Stapelfeld hat sich jetzt der Investor selbst zu Wort gemeldet (das Wochenblatt berichtete). Klaus-Peter Jebens stellte nicht nur den aktuellen Planungsstand vor, er beantwortete auch durchaus kritische Fragen in der Dankeskirche in Rahlstedt-Ost. „Wir sind bundesweit führend bei Gewerbe in Parkform“, erklärte Jebens. Im 1994 eröffneten Merkurpark mit 54 Firmen und fast 1.400 Beschäftigten gebe es nicht nur Beton und Asphalt, sondern eben auch viel Grün und Wasserflächen. Er sei kein Investor, der in New York oder Abu Dhabi sitze, sondern mitten in Rahlstedt. Eben im Merkurpark, der zur Blaupause für die geplante Erweiterung dienen soll. „Deshalb soll es auch schön werden“, so Jebens.

Zahlung für Gutachten gesetzlich geregelt

Einige Gutachten für Viktoria- und Minervapark lägen schon vor, andere seien
in Arbeit. Der Bebauungsplan werde gerade mit dem Bezirk Wandsbek abgestimmt, erfuhren die Besucher der Stadtteilkonferenz Rahlstedt-Ost. Die Erschließung auf Hamburger Gebiet soll über eine Straße an der Landesgrenze und eine Ringstraße erfolgen. Es soll unterschiedlich große Grundstücke für unterschiedlich große Betriebe geben. Es werde keine großen Einzelhandelsmärkte und keine reinen Logistikbetriebe geben. „Wir haben schon einige interessante Anfragen, etwa aus dem Bereich Elektrotechnik“, erläuterte Jebens. Wer zahlt eigentlich die Gutachten und wer sucht die Gutachter aus, lautete die erste Frage aus dem Publikum. Das sei gesetzlich geregelt: Der Investor zahlt, und die Stadt suche aus, so die Antwort. Wer den unterschwelligen Vorwurf der Korruption äußere, möge dies bitte lassen und gegebenenfalls zur Polizei gehen, so der Vorsitzende der Stadtteilkonferenz, Ekkehard Wysocki.

Invstor will Grün zu 100 Prozent ausgleichen

Die Fläche, die nun bebaut werden soll, sei eigentlich Ausgleichsfläche für den Merkurpark, monierte eine Anwohnerin. Historische Knicks würden gerodet. Arbeitsplätze würden verlagert, aber nicht neu geschaffen. Dafür käme noch mehr Verkehr auf die bereits überlasteten Straßen in Rahlstedt. Eine Anwohnerin des Wiesenredders wies auf die steigende Zahl an PKW und LKW hin. Bei den Knicks werde es nur Durchbrüche, dafür aber Neuanpflanzungen geben. Alles werde wie gesetzlich vorgeschrieben gepflegt, so der Investor. „Wir werden das Grün zu 100 Prozent ausgleichen“, garantierte Klaus-Peter Jebens. Genug Fläche dafür habe er gekauft – vor Ort. Er verwies außerdem darauf, dass alle Gebäude eine Dachbegrünung bekommen sollen. Das Thema Verkehr blieb strittig. (rg)

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