Jenfelder baut Hamburger Dom nach

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Can Ceylan, 27 Jahre, ist Modellbauer
 
Das Mini-Dom-Modell von Can Ceylan
Hamburg: Jenfeld |

Can Ceylan bastelte sechs Jahre lang in seinem Hinterzimmer. Hier zeigt er sein Werk. Habt ihr auch solche Schätzchen bei euch im Hobby-Raum versteckt? Macht mit und schickt uns eure Bilder

Von Marco Dittmer
Modellbauer sind ja so ein ganz eigenes Völkchen. Meist allein in irgendwelchen Hinterzimmern hocken sie stundenlang über Plastikmodellen, Klebstoff und bauen ihre eigene Welt. Can Ceylan ist so einer, aber irgendwie auch nicht. Wer vor dem 27-Jährigen steht, denkt im Traum nicht daran, dass Ceylan – sportlich, muskulös, modisch gekleidet – leidenschaftlicher Modellbauer ist. Und Modellbauer kommen im Traum nicht darauf, was der Vater einer dreijährigen Tochter in seinem Hobbyraum hat, einen eigenen Mini-Dom.

Den meisten Spaß hat Can Ceylan, wenn er seine Fahrgeschäfte steuert. Dann fährt er den Tower auf seinem Miniatur-Dom hoch, dreht den Break Dancer auf und lässt die Wilde Maus los. Dabei leuchten Zehntausende Lichter, mehr als tausend Besucher warten zwischen den Rummel-Buden auf Zuckerwatte oder die nächste wilde Fahrt. Sechs Jahre hat Can Ceylan an seinem eigenen Volksfest gebastelt. Tagsüber arbeitet er in dem Billstedter Grillrestaurant seiner Eltern. Nachts schraubt er in seinem Hobbyraum an Motoren und verkabelt die Beleuchtung, immer mit einem Pott Kaffee auf dem Tisch. „Meist habe ich die Zeit total vergessen. Dann konnte ich gleich wieder zur Arbeit gehen“, sagt Can Ceylan. Hunderte Stunden Arbeit steckte er bis heute in seinen Mini-Dom.

Sein Mini-Dom das sind zehn Fahrgeschäfte, zwei Festzelte, ein Dutzend Losbuden und viele viele Zuckerwattestände. Mehr als tausend Besucher tummlen sich hier vor dem Autoscooter oder im am Riesenrad. Viele Modelle auf Ceylans Modellbautisch sind handelsübliche Bausätze von Faller, die er dann mit tausenden Led-Lampen verziert hat. Die meisten Motoren hat er ebenfalls ausgetauscht. "Ich habe sie für den Dauerbetrieb optimiert", sagt der junge Modellbauer.


Medien-Rummel um Modellbauer Can Ceylan

Seit dem der Jenfelder ein Foto seines Modells an den Fernsehsender Hamburg 1 schickte, steht sein Telefon nicht mehr still. Jeder will den Mann kennenlernen, der in seinem Hinterzimmer einen Festplatz baute, der größer ist als die Dom-Version des bekannten Hamburger Miniaturwunderlandes. „Dort stehen neben einem Riesenrad nur wenige Fahrgeschäfte“, sagt Ceylan. Klar könne er sich vorstellen, in dem Modellbauparadies in der Speicherstadt zu arbeiten. Aber erst kommen die Interviews. Neben Hamburg 1 und dem Wochenblatt besuchte auch die Hamburger Morgenpost den Modellbauer, Sat.1 und ZDF haben bereits angefragt. Can Ceylan selbst versteht den Rummel um seine Person nicht. „Ist doch nur mein Hobby“, sagt er. Von dem Interesse überrascht feilt er aber schon an einem neuen Projekt. Viel will er nicht verraten, aber sein Dom ist im Vergleich dazu nur eine kleine Schießbude.

Kaffee und Kleber für das nächste Projekt


Das bedeutet wieder viele Nachtschichten, viel Kleber und noch mehr Kaffee. Dreimal im Jahr legt aber auch Can Ceylan die Schraubendreher und Mini-Bohrer bei Seite. Dann sitzt er meist in einer Gondel auf dem Hamburger Dom, seiner zweiten Leidenschaft. Schon als 13-Jähriger ließ er für eine Fahrt im Autoscooter manchmal auch die Schule sausen. Diese Liebe trieb ihn die vergangenen sechs Jahre an. Seine Tochter Jana schaute ihm dabei oft über die Schulter und mit ihren drei Jahren schon ein großer Dom-Fan. Ob sie auch die Modellbau-Leidenschaft geerbt hat?

Foto-Aktion


Was habt Ihr in euren Hinterzimmern? Ob Modellbauer, Heimwerker oder Künstler, ladet die Fotos von euren Projekten direkt hier hoch oder sendet sie an leserreporter@hamburger-wochenblatt.de oder per Post an WBV Wochenblattverlag, Redaktion, Neuer Curslacker Deich 50, 21029 Hamburg.

Die Aktion ist bereits beendet!

32 Bilder zur Aktion:

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