Marode Bürgersteige in Hamburg

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Hochgedrückte Steine neben sandigen Flächen: Der Fußweg ist hier uneben und alles andere als einheitlich Foto: wb
Hamburg: Rodigallee |

Jenfelderin bricht sich Handgelenk in der Rodigallee

Von Nicole Kuchenbecker
Jenfeld
Sie sind lästig und bringen so manchen Menschen zu Fall – Stolperfallen auf Hamburgs Gehwegen. Und sie sind keine Seltenheit. Die Gehwegsituation in Jenfeld lässt an so mancher Stelle zu Wünschen übrig. Während Walter Paap (75) seine Schwierigkeiten mit dem Fußweg zwischen Jenfelder Allee und Schmiedeberger Weg hat, gibt es noch weitere Betroffene, die auf unebenen Gehwegen gestürzt sind. Wie an der Rodigalle/Ecke Denksteinweg. Hier stürzte Robyn-J. Schön Anfang März und verletzte sich an der Hand. Die Wochenblattleserin schrieb uns: „Am 7. März bin ich (59 und sonst fit) auf dem unebenen Gehweg Rodigalle/Ecke Denksteinweg gefallen und habe mir einen komplexen Handgelenksbruch rechts zugezogen. Ich bin immer noch stark eingeschränkt und arbeitsunfähig.“

Ältere Menschen gefährdet

Wegewart und Bezirksamt sind nun gefragt. Denn die Bürgersteige in Wandsbek sind alles andere als gut. Es gibt die unterschiedlichsten Schäden wie hochstehende oder abgesackte Gehwegplatten, aufgebrochener Asphalt, hochstehendes Wurzelwerk. Auch ausgewaschener Naturstein könne zum Ärgernis für Fuß- und Radfahrer werden. Besonders ältere Menschen oder Menschen mit Rollatoren oder anderen Gehhilfen können bei so einem Hindernislauf über Stolperfallen ins Wanken kommen.

Note drei bis vier

„Die Gehwege in Wandsbek befinden sich in der Regel in einem befriedigenden bis ausreichenden Zustand“, heißt es auf Wochenblatt-Nachfrage dazu von Luise Mehburger, Sprecherin im Bezirksamt Hamburg Wandsbek. Über die Zahl der Menschen, die Gehwegschäden melden, führt das Bezirksamt keine Statistik. Offen bleibt daher auch wie viele Schäden es auf Wandsbeker Bürgersteigen wirklich gibt. Doch werden sie gemeldet, so kann der Wegewart diese beseitigen lassen. Wie das funktioniert, erklärt Mehburger weiter: „Der Wegewart nimmt einen Gehwegmangel auf, kategorisiert gegebenenfalls nach Dringlichkeit, wie beispielsweise Gefährdung der Verkehrssicherheit, beauftragt die Behebung an den Betriebshof des Bezirksamtes, wo entweder durch den Betrieb oder durch beauftragte Unternehmen nach Dringlichkeit beziehungsweise nach Chronologie des Einganges der Schadensmeldung nach und nach abgearbeitet wird.“ Wie lange es von der Meldung bis zur Reparatur dauert, konnte Luise Mehburger nicht mitteilen.

Wir suchen die schlechtesten Gehwege in Jenfeld

Sind auch Sie gefallen oder haben Sie einen Bürgersteig vor Ihrer Haustür, dessen Benutzung eher an einen Hindernislauf statt einen Spaziergang erinnert? Dann schreiben Sie uns. Das Hamburger Wochenblatt möchte eine Karte erstellen, in der die Schäden eingetragen werden. Schreiben Sie uns per Mail an: wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de

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