Neuer Treffpunkt für Nachbarn in Jenfeld

Anzeige
Im Café-Bereich können die neuen Nachbarn ins Gespräch kommen und Vorurteile abgebaut werden Foto: Grell
 
Das Haus Elfsaal steht dem gesamten Stadtteil für Begegnungen offen Foto: Grell
Hamburg: Raja-Ilinauk-Straße |

Fördern und Wohnen eröffnet „Haus Elfsaal“: Es soll ein Ort der Begegnung werden

Von Karen Grell
Jenfeld
Das neue „Haus Elfsaal“ in Jenfeld wurde jetzt mit einem Tag der offenen Tür der Nachbarschaft vorgestellt. Auf dem Gelände der Unterkunft in der Raja-Ilinauk-Straße, in der Flüchtlinge leben, die eine Perspektive haben, in Deutschland dauerhaft bleiben zu dürfen, soll das Haus ein Begegnungszentrum für das gesamte Quartier werden.

Die Räume können für Aktivitäten unterschiedlichster Art genutzt werden, bei denen Bewohner der Unterkunft und Anwohner aus dem Stadtteil in Kontakt kommen sollen. Außerdem wird in dem Haus in einigen Wochen ein Café eröffnet, in dem Menschen mit psychischen Erkrankungen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt schaffen können. Knapp 1200 Flüchtlinge, die in 200 Neubauwohnungen und einer Folgeunterkunft untergebracht sind, sollen hier eine Möglichkeit bekommen, sich mit der neuen Nachbarschaft zu verabreden und ins Gespräch zu kommen. So können auch noch letzte Vorurteile abgebaut und neue Gemeinschaften gebildet werden. Um den Start in ein Miteinander im Stadtteil und im Haus Elfsaal positiv zu fördern wurden zwei Quartiersmanagerinnen vom Bezirk beauftragt, sich im Umfeld nach den Bedürfnissen und Interessen bei der Nachbarschaft erkundigen sollen. Beate Hafemann und Carolin Appel wollen die Gemeinsamkeit der neuen Bewohner und den Jahrelangen Anwohnern stärken.
Jenfeld wachse und da sei es eben auch die Aufgabe des Bezirks, die Entwicklung eines Stadtteils mit zu begleiten. Das Büro „Tollerort“, das sich um Entwicklung und Beteiligung in Quartieren kümmert, wurde damit beauftragt, den Schritt in einen positiven Austausch rund um das Haus Elfsaal zu begleiten. Marina Sokolowski, die Leiterin der Unterkünfte in Wandsbek, wird in Zukunft auch für die Projekte im Haus Elfsaal zuständig sein. Für die Familien und jungen Männer, die hier in den neuen Wohnungen leben, sei es wichtig in den Stadtteil integriert zu werden und die Möglichkeit zu bekommen, sich sinnvoll bei Veranstaltungen einbringen zu können. „Die alleinstehenden jungen Männer leben in Wohngemeinschaften und haben einen Anspruch auf 15 Quadratmeter pro Person“, erklärt Marina Sokolowski den Verteilungsschlüssel in dem gerade erst bezogenen Wohngebiet. Für die meisten Familien stehe eine komplette Wohnung zur Verfügung. „Der Wohnraum ist zwischen 55 und 75 Quadratmetern groß und hat zwei bis drei Zimmer“.

Ansprechpartner vor Ort


Im Haus Elfsaal gibt es jetzt neben einem Veranstaltungsraum und einer Waschküche auch die Verwaltung mit einem Empfangsbereich. „Bei so vielen neuen Bewohnern muss es auch einen direkten Ansprechpartner geben, der vor Ort erreichbar ist“, weiß Marina Sokolowski. Gesucht werden vor Ort noch ehrenamtliche Helfer, die Lust haben, sich im Haus mit Ideen und Veranstaltungen einzubringen. Beliebt seien dabei Sportkurse und Bewegung. Alle Bewohner der Unterkunft, die eine Bleibeperspektive haben, davon der größte Anteil aus Syrien und Eritrea, ziehen dann irgendwann auch in die Neubauten. Fördern und Wohnen hat die Wohnungen aus dem Sozialen Wohnungsbau für zunächst 15 Jahre angemietet. Wie es danach weitergeht wird dann entschieden. Zunächst soll nun das Haus Elfsaal mit vielen schönen Begegnungen erfüllt werden und eine nette Nachbarschaft entstehen. Jeder, der etwas zum Miteinander beitragen möchte oder Anregungen hat, kann sich an die Quartiersmanagerinnen wenden, die für die nächsten vier Jahre hier am Standort mit einer Sprechstunde etabliert sein werden. (kg)

Kontakt Quartiersmanagement Elfsaal Telefon 3861 5595, E-Mail: elfsaal@tollerort-hamburg.de
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige