Neues Sielbauwerk wird nachgebessert

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Das vor drei Jahren erneuerte Siel muss nachgerüstet, drei Schachtdeckel sollen ausgetauscht werden Foto: sim
Hamburg: Ernst-Albert-Straße |

Anwohner der Oktaviostraße müssen erneut eine Baustelle ertragen

Von Siegmund Menzel
Marienthal
„Nein, nicht schon wieder!“ Anwohner Ernst Axer spricht seinen Nachbarn aus der Seele. An der Ecke Ernst-Albert-Straße/Oktaviostraße wird schon wieder gebaut. Von seiner Wohnung aus hat Axer die Bagger direkt im Blick. Eine zweite größere Baustelle gibt es an der Ecke Oktaviostraße/Kielmannseggstraße, zudem kleinere in der Oktaviostraße. Anwohner sind sauer, denn in diesem Bereich mussten sie bis vor einigen Wochen bereits drei Jahre lang eine Baustelle ertragen. Arbeiter hatten damals ein unterirdisches Sielbauwerk von der Jüthornstraße bis zur Stoltenbrücke gezogen, sie verbauten Betonröhren mit einem Durchmesser von 2,40 Metern. Das vorhandene Netz war vor Ort bei Starkregen vermehrt an die Belastungsgrenze gestoßen.

„Fehlplanung“

Daran haben offenbar auch die Bauarbeiten nichts geändert. Axer spricht von „Fehlplanung“. Bei Starkregen würden die neuen Kanalrohre so voll laufen, dass Fahrbahndecke und die Gullydeckel hochgedrückt würden. Nach Ansicht des pensionierten Hochbauingenieurs mangele es an der richtigen Entlüftung. Wer soll das nur alles bezahlen? Zudem müsse man wieder Umwege gehen oder fahren. Axer fragt auch, warum die Anwohner nicht informiert wurden. Hamburg Wasser bestätigt auf Anfrage: Infolge von Starkregen Ende Mai sind einige Schachtabdeckungen des neu hergestellten Siels hoch gedrückt worden, das habe zu Beschädigungen geführt. Der Fall „hat uns veranlasst, weitere Entlüftungen an drei Schächten nachzurüsten, damit sich so etwas nicht wiederholt“. Außerdem müssten entstandene Asphaltschäden beseitigt werden. Darüber hinaus werden drei Schachtdeckel ausgetauscht. Die Arbeiten sollen sechs Wochen dauern.

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