Rettung für Torhaus am Eichtalpark

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Das Torhaus zum Eichtalpark an der Ahrensburger Straße Foto: ks
Hamburg: Ahrensburger Straße 14 |

Hamburger Bürgerschaft stellt 122.000 Euro für die Sanierung des denkmalgeschützten Backsteinbau bereit

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Eine gute Nachricht für alle Wandsbeker: Das Torhaus am Eingang zum Eichtalpark wird saniert. Die Hamburger Bürgerschaft stellt für die umfassende Baumaßnahme 122.000 Euro aus dem Sanierungsfonds für Backsteinbauten bereit. Damit wird ein langjähriges ringen um den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes zum Positiven entschieden. Das Mitte der 1920er-Jahre errichtete Torhaus steht am Eingang zum Eichtalpark an der Ahrensburger Straße. Aufgrund fehlender Nutzung ist das Backsteingebäude zunehmend verfallen (das Wochenblatt berichtete). Es wurde von Obdachlosen als Schlafplatz genutzt. Wiederholte Vandalismusvorfälle haben die historische Bausubstanz massiv geschädigt.

Ausbau zum Kulturtempel

Der Bezirk Wandsbek wird jetzt schnell mit den Planungen für die Sanierung beginnen. Es soll zu einem kleinen feinen Kulturtempel ausgebaut werden. Rainer Schünemann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Bezirksfraktion und Vorsitzender des Kulturzentrums Wandsbek: „Schon im kommenden Jahr kann das Torhaus für Lesungen, Workshops und vielleicht sogar für kleine musikalische Veranstaltungen genutzt werden. Auch für private Veranstaltungen könnte es zur Verfügung stehen.“ Spaziergänger im Eichtalpark und auch Wartende an der Bushaltestelle an der Ahrensburger Straße hoffen, dass mit der Sanierung auch wieder öffentliche Toiletten im Torhaus eingerichtet werden.

Neues Leben für Sphingen

Olaf Duge, Grüner Wahlkreisabgeordneter aus Wandsbek freut sich: „Bald wird man den Eichtalpark wieder durch ein schmuckes Torhaus mit rotgeklinkerten Torbögen betreten können. Gerade bei zunehmender Einwohnerzahl bekommen unsere Parks einen immer höheren Stellenwert als Ruhe- und Freizeitflächen.“ Neues Leben werden durch die Finanzspritze auch den Sphingen eingehaucht, die das Torhaus links und rechts bewachen. Sie sind ein Werk des Künstlers Johann Wilhelm Manstaedt und entstanden 1775, berichtet der Historiker Michael Pommerening. Die Sphingen beschützten zunächst das Palais des Grafen Heinrich von Schimmelmann und gerieten 1892 in den Besitz des Lederfabrikanten Caspar Oskar Luetkens. Als die Stadt Wandsbek 1920 den Eichtalpark übernahm, wurde das Torhaus errichtet und die Sphingen seitlich aufgestellt.

Neues Kunstwerk?

Noch eine gute Nachricht für den Eichtalpark. Die Anlage könnte bald durch eine Skulptur des Rahlstedter Künstlers Hanno Edelmann bereichert werden. Die neue Statue soll die Bronze-Skulptur „Junges Weib“ des Bildhauers Otto Stichling ersetzen. Das „Junge Weib“ stand seit 1920 auf einem Sockel in der Nähe des Torhauses, wurde aber 2010 gestohlen. Eine private Initiative Wandsbeker Bürger versucht nun, das neue Kunstwerk in den Park zu bekommen.

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