Schnelles Blut in Wandsbek

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Die moderne Rohrpostanlage in der Asklepios Klinik Wandsbek Foto: Asklepios
Hamburg: Alphonsstraße 14 | Neue Rohrpost beschleunigt die Analysen in der Asklepios Klinik

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Geschwindigkeit kann Leben retten. Das ist die Devise in der Asklepios Klinik Wandsbek, die sich zur Zeit mit enormen Aufwand zu einer der modernsten Kliniken Norddeutschlands entwickelt. Auch das Labor am Standort des AK Wandsbek, ein Basislabor von Medilys, hat ganz neue Räumlichkeiten im Erdgeschoss bezogen. Zu den weiteren Neuerungen gehört auch die Rohrpostanlage, die das Labor ständig mit neuer Arbeit versorgt. Zwischen 600 bis 700 Proberöhrchen sausen täglich mittels Druckluft in den zylindrischen Behältern von den verschiedenen Stationen ins Labor. Schnellstmöglich werden dort alle Arten der Körperflüssigkeiten analysiert, vor allem Blutproben. Die wenigen Tropfen Blut, die zum Labor gelangen, verraten ungeheuer viel über den menschlichen Körper. Entdeckt werden dadurch Krankheiten wie Diabetes, Hepatitis oder Krebs. Angezeigt werden u.a. auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko.

Tempolimit im Rohr


Die Röhrchen benötigen etwa 15 Sekunden, um von der Station ins Labor zu gelangen. Die Rohrpost ist auf eine Geschwindigkeit von drei Meter pro Sekunde (10,8 km/h) eingestellt. Die Anlage könnte die Röhrchen sogar noch wesentlich schneller befördern. Davon wurde jedoch Abstand genommen. Die zu untersuchenden Flüssigkeiten sollen keinen großen Erschütterungen ausgesetzt werden.

Redundante Geräte


Das Labor ist rund um die Uhr besetzt. Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Untersuchungen sind zwölf qualifizierte Medizinisch-technische Assistentinnen. Geleitet wird das Labor von dem Labormediziner Dr. med Günter Fondalinski. Es gibt Dringlichkeitsstufen für die Bearbeitung der Proben. Bei „Lebensgefahrproben“ können die Stationsärzte innerhalb weniger Minuten das Ergebnis auf ihrem Monitor ablesen. Auch „Notfallproben“ werden vorgezogen und in kürzester Zeit analysiert. Ein Leuchtsignal im Labor und im Aufenthaltsraum zeigt den Mitarbeitern alle ankommenden Proben an, sodass sie immer sofort bearbeitet werden. Längere Verzögerungen sind ausgeschlossen, da es alle Analysegeräte im Labor in zweifacher Ausführung gibt. Sollte ein Gerät ausfallen, springt sofort das Reservegerät ein. Schnelle Hilfe ist so für alle Patienten immer gewährleistet.
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