Schüler zeigen ihre Ideen für Stadtentwicklung

Wann? 19.04.2017

Wo? Öjendorfer Damm 8, Öjendorfer Damm 8, 22043 Hamburg DE
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Emiliya, Jacqueline und Tajana (v.l.) zeigen einen Teil der Plakate Foto: Christa Möller
 
Die Schüler wünschen sich viele Besucher für ihre Ausstellung am 19. April Foto: cm
Hamburg: Öjendorfer Damm 8 |

Die Jugendlichen von der Otto Hahn-Schule sind aktiv beim europäischen Programm „Erasmus+“

Von Christa Möller
Jenfeld
Internationale Zusammenarbeit auf Schulebene fördert das Programm „Erasmus+“ mit Mitteln der europäischen Union. Die Jenfelder Otto Hahn-Schule macht mit, sie hatte sich erfolgreich für die Teilnahme an dem auf zwei Jahre befristeten Projekt beworben. Zehn Schüler des 11. und 12. Jahrganges beschäftigen sich seit dem Start vor eineinhalb Jahren eifrig mit dem Thema Stadtentwicklung – und das nach Schulschluss.

Stadtentwicklung in Europa

Unter dem Titel „How I met my city – future stories about today’s cities“ setzen sie sich aktiv mit aktuellen Fragen der Stadtentwicklung in Europa auseinander, entwickeln eigene Ideen zur positiven Gestaltung ihres Lebensumfeldes und versuchen, diese Ideen umzusetzen. In Workshops lernen sie Methoden, um Stadtentwicklung und Stadtplanung voranzutreiben. Im Durchschnitt sind die 16- bis 18-Jährigen eine Schulstunde pro Woche mit dem Projekt beschäftigt. Betreut werden sie von den Lehrkräften Nicole Bartel, Martin Brück und Johanna Jöhnck.
Die Otto-Hahn-Schüler arbeiten auch gemeinsam mit Jugendlichen aus den Partnerschulen in Talavera nahe Madrid in Spanien, Ceccano bei Rom in Italien, Tutrakan nahe der rumänischen Grenze in Bulgarien, Frederikssund bei Kopenhagen in Dänemark sowie Metz in Frankreich an dem Projekt.

Besuche in Spanien, Italien und Bulgarien

Internationale Kontakte gab es bereits im Rahmen von Besuchen in Spanien, Italien und Bulgarien, an denen wechselnde Schülergruppen teilgenommen haben, wobei ihnen für die Reisen keine Kosten entstehen, diese werden wie unter anderem auch die benötigten Arbeitsmaterialien aus dem Projektetat finanziert. Sie bekamen Einblicke in ihnen fremde Lebenswelten und haben sich auch mit Problemen vor Ort beschäftigt, in Ceccano mit dem verschmutzten Fluss und in Tutrakan beispielsweise mit Vandalismus in der Stadt. In Bulgarien lernten sie außerdem so genannte Claims kennen, bildlich unterstützte Forderungen.

Fokus auf Jenfeld

Die Hamburger Schüler haben den Schwerpunkt auf ihren Stadtteil gelegt. Sie haben sich mit der Architektur sowie der Lage verschiedener Einrichtungen wie Jenfeld-Haus und Arztpraxen beschäftigt, aber auch mit Vereinen in ihrem Stadtteil, der auch während der Projektwoche in der Schule Thema war. Bei ihrer Planung haben die Jugendlichen festgestellt, wie schwierig es teilweise sein kann, Kontakt zu den verantwortlichen Stellen aufzunehmen, weil die Zuständigkeiten unklar oder die Mitarbeiter nicht erreichbar waren. Unter anderem befassten sich die Projektteilnehmer mit dem alten Aldi-Gebäude an der Gubener Straße. „Es wäre schön, wenn wir da etwas bewirken könnten, dass es nicht leer steht“, sagt Emiliya (17). Dabei haben die Otto-Hahn-Schüler unter anderem ein Café im Blick. Eine Umfrage der Schüler im Jenfeld-Zentrum hatte ergeben, dass sich besonders junge Einwohner vor allem einen Treff für Menschen verschiedener Kulturen im Stadtteil wünschen, „wo man zusammensitzen, etwas machen kann, ganz unverbindlich“, erklärt Jacqueline (17). Genannt wurden auch Grünfläche, Zoo, Fitnesscenter, Post oder Kita.

„Erasmus+“ bereichert Schulleben

Die Jenfelder Schülergruppe ist begeistert vom Programm „Erasmus+“: „Es ist einfach mal was anderes, hier im Stadtteil an einem Projekt zu arbeiten, in andere Länder reisen und am Ende das Gefühl, etwas bewirkt zu haben, auch eine andere Sicht auf das Umfeld zu bekommen.“ „Das ist etwas komplett Neues an dieser Schule, eine ganz besondere Möglichkeit. Es bereichert das Schulleben ungemein, die internationalen Kontakte sind toll“, so die Schüler. Der Austausch mit den anderen Projektteilnehmern erfolgt überwiegend über die sozialen Netzwerke. Für das Projekt gibt es mit Twin Space sogar eine separate Austausch-Plattform, „aber die nutzen überwiegend wir Lehrer“, weiß Nicole Bartel. Der nächste persönliche Kontakt steht für einen Teil der Schüler aus den beteiligten Ländern im April an: die siebentägige Abschlussreise der Projektgruppe geht nach Metz. In Dänemark und Deutschland sind übrigens keine Besuche vorgesehen.

Ausstellung am 19. April

Am Mittwoch, 19. April, wollen die Jenfelder Projektteilnehmer, die auch ein Logo entwickelt haben, zwischen 17 und 20 Uhr ihre Arbeitsergebnisse einem breiteren Publikum präsentieren: Dann laden sie zu einer Ausstellung in Form eines Cafés in der Grundschule am Öjendorfer Damm 8 ein, wo das Thema unter anderem durch Plakate und Folien präsentiert werden soll. Weitere Anregungen der Ausstellungsbesucher für die Stadtteilentwicklung werden gern angenommen.
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